Nestlé: 180 Stellen in Frankreich gestrichen

Nestlé bestätigt Jahresprognose trotz Umsatzminus durch Währungseffekte. Der Konzernumbau mit 16.000 Stellenstreichungen nimmt Fahrt auf.

Nestle Aktie
Kurz & knapp:
  • Organisches Wachstum von 3,5 Prozent
  • 16.000 Stellen weltweit gestrichen
  • Sparkurs soll Milliarde einbringen
  • Nahost-Konflikt belastet Kosten

Umsatzrückgang auf dem Papier, aber solides Wachstum im Kerngeschäft. Bei Nestlé klaffen Währungseffekte und operative Realität derzeit weit auseinander. Der Lebensmittelkonzern drückt nun beim weltweiten Konzernumbau aufs Tempo.

Währungsdruck bremst den Umsatz

Zum Jahresstart fielen die ausgewiesenen Erlöse um 5,7 Prozent. Am Ende standen 21,3 Milliarden Schweizer Franken in den Büchern. Der starke Franken belastete das Ergebnis massiv. Ohne diese negativen Währungseffekte wuchs Nestlé organisch um 3,5 Prozent.

Ein Rückruf von Säuglingsnahrung kostete den Konzern fast einen Prozentpunkt an Wachstum. Trotz dieses Gegenwinds hält das Management an seinen Zielen fest. Der Vorstand erwartet für 2026 weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent. Auch der freie Cashflow soll neun Milliarden Franken übersteigen.

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Stellenabbau nimmt Form an

Der neue Vorstandschef Philipp Navratil setzt seinen Sparkurs konsequent um. Das Ziel: Mehr als eine Milliarde Euro ab 2027 einsparen. Dafür streicht der Konzern weltweit rund 16.000 Stellen.

In Frankreich fallen bis zu 180 Arbeitsplätze im Supportbereich weg. Betroffen sind die Zentrale in Issy-les-Moulineaux sowie zwei Forschungszentren. Durch interne Wechsel könnte die tatsächliche Zahl der Entlassungen auf unter 100 sinken. Parallel dazu sucht Nestlé nach Partnern für das Wasser- und Vitamingeschäft.

Nahost-Konflikt als Risikofaktor

Neben dem Konzernumbau beschäftigen geopolitische Spannungen das Management. Der Konflikt im Nahen Osten treibt die Rohstoff- und Vertriebskosten in die Höhe. Die Region steuert rund drei Prozent zum Gesamtumsatz bei. Die genauen finanziellen Auswirkungen lassen sich laut Unternehmen noch nicht beziffern.

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Analysten blicken mehrheitlich optimistisch auf die Papiere. Von 22 Experten raten elf zum Kauf der Aktie. Nur ein einziger Analyst empfiehlt den Verkauf.

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 87 Schweizer Franken. Dies entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 8,5 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs. Auch beim Gewinn je Aktie rechnen die Experten für 2026 mit einem deutlichen Anstieg.

Am 23. Juli 2026 veröffentlicht Nestlé die Zahlen für das zweite Quartal. Bis dahin liegt der Fokus der Investoren auf den Fortschritten im Wasser- und Vitamingeschäft. Findet der Konzern hier zeitnah Partner, entlastet das die Bilanz zusätzlich und beschleunigt den laufenden Umbau.

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