Der neue Nestlé-Chef Philipp Navratil krempelt den Schweizer Lebensmittelriesen um. Laut einem Bericht der „Financial Times“ von heute plant er eine strategische Neuausrichtung auf vier Produktkategorien: Kaffee, Tiernahrung, Ernährung und Gesundheit sowie Lebensmittel und Snacks. Die komplexe Konzernstruktur soll damit verschlankt und das Wachstum nach schwachen Jahren wieder angekurbelt werden.
Bislang ist Nestlé primär nach Regionen organisiert – Amerika, Europa, Asien sowie Ozeanien und Afrika. Hinzu kommen sechs strategische Geschäftseinheiten und drei global geführte Sparten wie Nespresso und Health Science. Diese Strukturen haben den Konzern träge gemacht. Teams konnten nur langsam auf neue Konsumtrends reagieren.
Kann die neue Struktur den Tanker beschleunigen?
Die vier neuen Säulen sollen die Zusammenarbeit zwischen den Einheiten stärken. Produktinnovationen sollen schneller entwickelt und auf den Markt gebracht werden. Die regionalen Einheiten bleiben trotz des Umbaus bestehen und spielen weiterhin eine zentrale Rolle. Nestlé selbst lehnte eine Stellungnahme zu den Plänen ab.
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Navratil hatte bereits im September 2025 kurz nach seinem Amtsantritt ein Sparprogramm angekündigt. Bis zu 16.000 Stellen sollen innerhalb von zwei Jahren wegfallen – das entspricht knapp 6 Prozent der Belegschaft von 277.000 Mitarbeitern. Die Begründung: Der Konzern muss schlanker werden.
Wachstumskur nach turbulenten Jahren
Die strategische Neuausrichtung könnte die Grundlage für eine formelle Reorganisation des gesamten Konzerns legen. Navratil will damit den Lebensmittelgiganten nach Jahren der Schwäche wieder auf Wachstumskurs bringen. Die Frage bleibt: Reichen vier Säulen aus, um einen Konzern dieser Größe beweglicher zu machen? Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die Kur anschlägt.
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