Während 12 Tonnen Schokolade spurlos auf europäischen Autobahnen verschwinden, kämpft der Schweizer Nahrungsmittelriese vor Gericht gegen Altlasten aus den 70er-Jahren. Für den Konzern summieren sich derzeit kuriose Logistik-Pannen und ernste juristische Auseinandersetzungen.
Freispruch für alte Müllsünden gefordert
Am Freitag kam es vor einem Gericht im französischen Nancy zu einer wichtigen Verhandlung. Die Anwälte von Nestlé Waters plädierten auf einen vollständigen Freispruch im Prozess um illegale Plastikdeponien bei Mineralwasser-Abfüllanlagen in den Vogesen. Die diskutierten Abfälle stammen größtenteils aus den 1960er- und 1970er-Jahren, als die betroffene Marke Vittel noch nicht zum Konzern gehörte.
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Die Verteidigung argumentierte, Nestlé habe beim Kauf im Jahr 1992 nichts von den Deponien gewusst und erst 2014 davon erfahren. Zudem verwiesen die Juristen auf fehlende Nachweise für eine Mikroplastik-Verschmutzung in der Region. Die Staatsanwaltschaft fordert hingegen eine Strafe von 750.000 Euro sowie die umfassende Sanierung der Standorte.
Spurlos verschwunden
Parallel zur juristischen Aufarbeitung bestätigte das Unternehmen den Verlust einer massiven Warenlieferung. Auf dem Transportweg von Italien zu verschiedenen europäischen Zielen verschwanden rund 12 Tonnen KitKat-Schokolade. Das entspricht mehr als 400.000 Riegeln. Sowohl der Lkw als auch die Ladung sind unauffindbar. Der direkte finanzielle Schaden dürfte für den Weltkonzern überschaubar sein, wirft jedoch ein Schlaglicht auf logistische Sicherheitsrisiken im grenzüberschreitenden Warenverkehr.
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Schwaches Marktumfeld
An der Börse spiegelte sich die unruhige Nachrichtenlage in moderaten Verlusten wider. Zum Wochenausklang gab der Kurs um 0,61 Prozent auf 82,56 Euro nach. Damit setzt sich eine kurzfristige Schwächephase fort: Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier ein Minus von 9,16 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch hat sich mittlerweile auf knapp 13 Prozent ausgeweitet. Auch das allgemeine Marktumfeld am Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich zuletzt angesichts steigender Energiepreise gedämpft.
Das endgültige Urteil im französischen Umweltprozess steht noch aus und wird die rechtliche Verantwortlichkeit für übernommene Müll-Altlasten abschließend klären. Begleitet wird das Verfahren von weiteren Protesten regionaler Aktivisten, die bereits für das aktuelle Wochenende in Nancy mobilisieren.
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