Netflix Aktie: Absage zahlt sich aus

Netflix erhält 2,8 Milliarden Dollar Abstandszahlung nach gescheitertem Bieterwettkampf um Warner Bros. Discovery. Die Mittel fließen in Aktienrückkäufe und Content.

Netflix Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie springt um fast 14 Prozent nach oben
  • Abstandszahlung von 2,8 Milliarden Dollar erhalten
  • Kapital für Rückkäufe und höheres Content-Budget
  • Solide Fundamentaldaten mit 325 Millionen Abonnenten

Netflix setzte am 27. Februar 2026 ein klares Zeichen: Der Streaming-Riese zog sein Gebot für Warner Bros. Discovery zurück und kassierte dafür eine Abstandszahlung von 2,8 Milliarden Dollar. Die Aktie schoss daraufhin um knapp 14 Prozent nach oben. Anleger honorierten die Entscheidung, auf organisches Wachstum statt auf teure Übernahmen zu setzen.

Monatelang hatte Netflix um die Assets von Warner Bros. Discovery gebuhlt. Das Unternehmen wollte ursprünglich warten, bis die Kabelfernsehsparten unter dem Discovery-Dach abgespalten wurden, um dann das verbleibende Hollywood-Studio samt Streaming-Diensten für 27,75 Dollar je Aktie zu übernehmen. Doch Paramount Skydance grätschte dazwischen und bot 31 Dollar pro Aktie für das gesamte Unternehmen.

Management bleibt diszipliniert

Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters stellten sich klar auf die Seite der Kapitaleffizienz. In einer gemeinsamen Erklärung betonten sie: „Die von uns ausgehandelte Transaktion hätte Shareholder Value geschaffen und einen klaren Weg zur behördlichen Genehmigung geboten. Doch zu dem Preis, der nötig wäre, um Paramount Skydances jüngstes Angebot zu matchen, ist der Deal finanziell nicht mehr attraktiv.“

Paramount Skydance sicherte sich Warner Bros. Discovery letztlich für rund 110 Milliarden Dollar. Netflix ging leer aus – zumindest was die Übernahme betrifft. Die 2,8 Milliarden Dollar Abstandszahlung fließen nun in das laufende Geschäft.

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Kapital für Aktienrückkäufe und Content

Das Management plant, die Mittel in ein aggressives Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar und in die Erhöhung des Content-Budgets 2026 auf 20 Milliarden Dollar zu stecken. Analysten von KeyBanc sehen zudem eine Chance: Sollte der Paramount-Warner-Deal an regulatorischen Hürden scheitern, könnte Netflix Warner Studios und HBO Max später günstiger erwerben.

Die Aktie schloss am 27. Februar bei 96,24 Dollar, ein Plus von 13,77 Prozent gegenüber dem Vortag. Das Handelsvolumen lag bei etwa 197,9 Millionen Stück. Ein Optionshändler, der auf den Kurssprung gesetzt hatte, sitzt auf einem Papiergewinn von rund 16 Millionen Dollar.

Regulatorische Gegenwind spielte mit

Auch politischer Druck beeinflusste die Entscheidung. Generalstaatsanwälte aus 11 US-Bundesstaaten forderten das Justizministerium auf, eine umfassende Prüfung der geplanten Netflix-Übernahme einzuleiten. Sie warnten vor vermindertem Wettbewerb im Streaming-Sektor.

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Needham senkte das Kursziel für Netflix von 150 auf 120 Dollar, behielt aber die Kaufempfehlung bei. Die Analysten verwiesen auf langsameres Umsatzwachstum 2026 sowie höhere Rechts-, Regulierungs- und Content-Kosten.

Solide Basis für organisches Wachstum

Die Fundamentaldaten sprechen für Netflix: Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 45,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge kletterte auf 29,5 Prozent. Der Free Cashflow erreichte 9,5 Milliarden Dollar. Die Abstandszahlung entspricht knapp 30 Prozent davon.

Mit 325 Millionen Abonnenten, einem wachsenden Werbegeschäft und frischem Kapital steht Netflix solide da. Das Unternehmen kündigte zudem den Einstieg in Live-Sport an: Der Große Preis von Kanada der Formel 1 wird übertragen, eine F1-Serie für Apple-TV-Nutzer in den USA lizenziert.

Die nächsten Quartalszahlen folgen am 21. April 2026. Der Markt wird genau beobachten, wie Netflix das Momentum über die 325-Millionen-Schwelle hinaus halten kann.

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