Kurz vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen rückt eine aggressive Expansion im Bereich Live-Sport ins Zentrum der Strategie. Mit einer möglichen Ausweitung der NFL-Übertragungsrechte will der Streaming-Gigant nicht nur neue Abonnenten anlocken, sondern vor allem sein lukratives Werbegeschäft befeuern.
Die NFL-Strategie als Umsatztreiber
Aktuellen Berichten zufolge arbeitet das Management daran, den bestehenden Vertrag mit der amerikanischen Football-Liga NFL im Rahmen der anstehenden Rechtevergabe für 2026 deutlich auszubauen. Statt bisher zwei Spielen stehen nun vier Partien auf dem Wunschzettel, darunter ein Spiel am Abend vor Thanksgiving sowie eine internationale Begegnung. Diese Offensive im Live-Sport, zu der auch Deals mit der MLB und der WWE gehören, ist direkt mit den wachsenden Werbeambitionen verknüpft.
Da Sportzuschauer Werbeunterbrechungen in der Regel nicht überspringen, lassen sich hier Premium-Preise durchsetzen. Die Investmentbank Goldman Sachs prognostiziert, dass die Werbeeinnahmen von rund 1,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf etwa 4,5 Milliarden US-Dollar bis 2027 klettern könnten. Auch institutionelle Investoren positionieren sich entsprechend: Invesco LLC baute seine Position im vierten Quartal 2025 massiv aus, womit der Anteil institutioneller Anleger mittlerweile bei knapp 81 Prozent liegt.
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Bewährungsprobe nach Preiserhöhungen
Die Auswirkungen dieser strategischen Weichenstellungen rücken nun in den Fokus. Am 16. April legt das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dieser Bericht markiert den ersten wichtigen Datenpunkt nach dem geplatzten Übernahmeversuch von Warner Bros. Discovery und den jüngsten Preiserhöhungen im März. Goldman Sachs kalkuliert, dass allein die teureren Abonnements in den Jahren 2026 und 2027 zusätzliche Einnahmen von drei Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen könnten.
Ein kleiner Schatten liegt lediglich auf dem europäischen Markt. Ein Gericht in Rom erklärte Anfang April Preisanpassungen zwischen 2017 und Januar 2024 für unzulässig und ordnete mögliche Rückerstattungen an. Auch wenn das Unternehmen in Berufung geht, schafft das Urteil einen rechtlichen Präzedenzfall für das wichtige Europa-Geschäft.
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Günstige Bewertung lockt Käufer
An der Börse zeigt die Kurve derweil wieder nach oben. Zuletzt kletterte der Kurs über die Marke von 100 US-Dollar. Dennoch notieren die Papiere auf Sicht von sechs Monaten noch immer rund 18 Prozent im Minus. Dieser Abschlag ist primär eine Nachwirkung der mittlerweile aufgegebenen Warner-Bros-Übernahme. Analysten werten den Rückzug aus diesem Deal und die dabei eingenommenen 2,8 Milliarden US-Dollar heute als klares Zeichen von Management-Disziplin. Mit einem Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis (PEG) von 1,1 wird der Titel aktuell deutlich unter seinem historischen Fünf-Jahres-Durchschnitt von 1,65 gehandelt.
Der 16. April liefert nun die harten Fakten. Wenn das Management nach Börsenschluss die Bücher öffnet, müssen die anvisierten 12,16 Milliarden US-Dollar Umsatz und ein Gewinn von 0,76 US-Dollar pro Aktie erreicht werden, um die aktuelle Erholungsrallye fundamental zu untermauern.
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