Netflix Aktie: Erleichterung

Ein verbessertes Übernahmeangebot von Paramount Skydance und regulatorische Bedenken könnten Netflix aus einem teuren Bieterkampf um Warner Bros. Discovery drängen.

Netflix Aktie
Kurz & knapp:
  • Paramount legt höheres Barangebot für Warner vor
  • Politische Bedenken aus elf US-Bundesstaaten
  • Netflix-Aktie gewinnt nach Kursverlusten deutlich
  • Möglicher Ausstieg aus kostspieligem Bieterwettstreit

Die Netflix-Aktie hat diese Woche spürbar zugelegt, weil sich die Übernahmepläne rund um Warner Bros. Discovery plötzlich verschoben haben. Auslöser war ein höheres Gegenangebot von Paramount Skydance – und gleichzeitig wachsender politischer Gegenwind gegen die ursprünglich geplante Transaktion. Genau diese Mischung hat am Mittwoch neue Fantasie geweckt: Könnte Netflix am Ende aus einem teuren Deal herausgedrängt werden?

Höheres Barangebot von Paramount

Paramount Skydance legte am Dienstag ein verbessertes Barangebot über 31 US-Dollar je Aktie für Warner Bros. Discovery vor. Damit liegt die Offerte klar über dem bisherigen Vorschlag von 27,75 US-Dollar je Aktie, der einem Enterprise Value von knapp 83 Milliarden US-Dollar entsprach.

Um das Paket abzusichern, stellte Paramount zudem hohe Zahlungen in Aussicht: Eine Breakup Fee von 7 Milliarden US-Dollar für den Fall, dass Regulierer die Fusion stoppen. Außerdem will Paramount eine Strafe von 2,8 Milliarden US-Dollar übernehmen, die Warner Bros. Discovery bei einer Kündigung der bestehenden Vereinbarung zahlen müsste. Der Verwaltungsrat des Zielunternehmens erklärte offiziell, das neue Angebot könne „vernünftigerweise“ zu einem überlegenen Vorschlag führen.

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Kartellrecht wird zum Bremsklotz

Parallel wächst der politische Widerstand gegen die ursprüngliche Transaktion. Am Mittwoch forderten die Generalstaatsanwälte aus 11 US-Bundesstaaten das US-Justizministerium auf, eine umfassende kartellrechtliche Prüfung einzuleiten. Begründet wurde das mit Sorgen über sinkenden Wettbewerb unter Streaming-Anbietern.

Der regulatorische Druck trifft damit direkt Zeitplan und Struktur des ursprünglichen Deals. Laut Bericht plante Netflix-Manager Ted Sarandos einen Besuch im Weißen Haus, um das Vorhaben mit Bundesvertretern zu besprechen.

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Kursreaktion und Vorgeschichte

Die Aktie gewann am Mittwoch zum Handelsschluss knapp 6%. Hintergrund: Seit der ersten Ankündigung der Übernahme am 5. Dezember war der Titel nach deutlicher Skepsis im Markt um rund 20% gefallen.

Jetzt sorgt die Kombination aus höherem Gegenangebot und wachsender Regulierungswahrscheinlichkeit für Entlastung. Viele Marktteilnehmer begrüßen, dass das Management die kostspielige Verfolgung der Filmstudio- und Streaming-Assets eher abbrechen könnte, statt in eine weitere Eskalation des Bieterkampfs zu gehen.

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