Die Netflix-Aktie gerät unter Druck, während sich der Bieterkampf um Warner Bros. Discovery dramatisch zuspitzt. Der Streaming-Riese sieht sich plötzlich einem aggressiven Gegner gegenüber – und das könnte teuer werden.
Paramount legt nach – Netflix muss reagieren
Was aussah wie ein abgeschlossenes Kapitel, entwickelt sich zum Krimi. Warner Bros. Discovery hat Netflix eine siebentägige Verhandlungsfrist mit Konkurrent Paramount eingeräumt, nachdem dieser sein Gebot auf 31 Dollar je Aktie erhöhte – einen Dollar mehr als zuvor. Paramount ließ zudem durchblicken, dass dies noch nicht das finale Angebot sei.
Die Zahlen zeigen die Dimension: Netflix bot im Dezember 2025 ursprünglich 83 Milliarden Dollar für Warner Bros. Studios und das Streaming-Geschäft. Vor einem Monat änderte der Konzern die Struktur auf eine vollständige Barzahlung, während TV-Sender wie CNN abgespalten werden sollen. Paramount hingegen bietet 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten Warner-Konzern inklusive aller Fernsehsender.
Besonders clever: Paramount erklärte sich bereit, die 2,8 Milliarden Dollar Vertragsstrafe zu übernehmen, die Warner an Netflix zahlen müsste, sollte der bereits unterschriebene Deal platzen.
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Regulatorisches Minenfeld
Netflix verteidigt seine Position vehement. In einer Stellungnahme vom 17. Februar 2026 betont der Konzern, die einzige „sichere Option“ für Warner-Aktionäre zu sein. Die Abstimmung der Warner-Aktionäre ist für den 20. März 2026 angesetzt – der Verwaltungsrat empfiehlt weiterhin das Netflix-Angebot.
Doch Netflix spielt auch die Regulierungskarte. Der Konzern warnt, dass Paramounts Deal aufgrund „horizontaler Überschneidungen“ bei Studios, Kinos, TV-Sendern und Sportrechten deutlich schwieriger genehmigt werden könnte. Auch die Finanzierung bereitet Sorgen: Paramount würde nach der Übernahme mit rund 84 Milliarden Dollar Schulden und einem Verschuldungsgrad von sieben dastehen – der größte Leveraged Buyout der Geschichte.
Um diesen Schuldenberg auf das versprochene Niveau von zwei bis drei zu drücken, müsste Paramount laut Netflix-Berechnungen rund 16 Milliarden Dollar einsparen – weit mehr als die öffentlich kommunizierten 6 Milliarden Dollar Synergien. Das kann nur eines bedeuten: massive Entlassungen.
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Politische Brisanz um CNN
Die Schlacht hat auch eine politische Dimension. Donald Trump hatte im Dezember 2025 gefordert, dass CNN bei einem Deal „auf jeden Fall den Besitzer wechseln“ müsse. Der Nachrichtensender berichtet kritisch über den US-Präsidenten. Paramount gehört seit 2025 der Familie von Tech-Milliardär Larry Ellison, einem bekennenden Trump-Unterstützer. Die Nachrichtenredaktion von CBS, ebenfalls unter Paramount-Kontrolle, schlug seitdem merklich freundlichere Töne gegenüber der Trump-Regierung an.
Netflix will CNN hingegen in ein eigenständiges Unternehmen ausgliedern – was die redaktionelle Unabhängigkeit theoretisch besser schützen würde.
Die Netflix-Aktie reagierte verhalten: Im vorbörslichen Handel am Dienstag gab sie ein Prozent nach, während Warner um 2,4 Prozent und Paramount um 3,5 Prozent zulegten. Anleger sehen offenbar zwei Risiken: Entweder zahlt Netflix am Ende deutlich mehr als geplant – oder der Deal platzt komplett, nachdem bereits erhebliche Ressourcen investiert wurden.
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