Netflix Aktie: Milliarden-Poker wird zum Barzahler-Drama

Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery steht auf der Kippe, nachdem der Kurs von Netflix stark gefallen ist. Der Streaming-Konzern will nun ein reines Barangebot machen, während Paramount mit einem Gegenangebot Druck ausübt.

Netflix Aktie
Kurz & knapp:
  • Netflix-Aktie verliert 25 Prozent seit Deal-Ankündigung
  • Paramount legt öffentliches Gegenangebot für Warner vor
  • Netflix setzt auf reine Barzahlung statt Aktientausch
  • Live-Event zu Stranger Things zeigt neue Strategie

Der Streaming-Riese steckt in der Klemme. Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery droht zu kippen – und Netflix greift jetzt zum letzten Mittel: reines Bargeld statt Aktientausch.

Seit Oktober 2024 verhandelt das Unternehmen über den 72-Milliarden-Dollar-Deal. Ursprünglich sollten Warner-Aktionäre 23,25 Dollar je Aktie in bar plus 4,50 Dollar in Netflix-Aktien erhalten. Doch genau diese Konstruktion wird nun zum Problem. Denn die Netflix-Aktie ist seit Bekanntgabe der Übernahme um rund 25 Prozent eingebrochen – von über 97 Dollar auf aktuell etwa 90 Dollar.

Die Folge: Der Aktienanteil des Deals verliert massiv an Wert. Warner-Aktionäre werden nervös. Und Netflix muss die Konditionen nachverhandeln, um den Deal überhaupt noch zu retten.

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Paramount schießt scharf – mit 40 Milliarden Garantie

Während Netflix noch an der Neustrukturierung feilt, erhöht die Konkurrenz den Druck. Paramount-Chef David Ellison hat ein öffentliches Übernahmeangebot für Warner lanciert – und legt persönliche Finanzgarantien über 40 Milliarden Dollar auf den Tisch. Zusätzlich hat Paramount Klagen gegen das Warner-Board eingereicht, um den Netflix-Deal zu torpedieren.

Netflix hofft, dass ein reines Barangebot den Widerstand brechen kann. Nicht nur bei Warner-Aktionären, sondern auch bei Politikern, die dem Deal skeptisch gegenüberstehen. Doch selbst wenn die Konditionen angepasst werden – der Abschluss dürfte noch Monate dauern. Und die Unterstützung unter institutionellen Investoren bleibt gespalten.

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Live-Events als neues Standbein

Währenddessen zeigt Netflix, dass es mehr kann als nur Serien streamen. Am 14. Januar 2026 inszenierte die Plattform in Paris ein beispielloses Live-Event zur finalen Staffel von Stranger Things. Die französische Streamerin Joyca wurde zur Hauptdarstellerin eines Films, der komplett live übertragen wurde – ohne Schnitt, ohne Sicherheitsnetz.

Ein ganzes Gebäude verwandelt sich in die Upside Down. Joyca radelt quer durch Paris zu einem Kino voller Fans. Tausende verfolgen das Spektakel auf Twitch und YouTube. Die fünfte Staffel von Stranger Things sammelte im Launch-Zeitraum über 105 Millionen Views und zählt zu den meistgesehenen englischsprachigen Serien auf Netflix.

Solche Events könnten ein neuer Weg sein, Fans enger an Marken zu binden – und zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Doch ob das ausreicht, um den Aktienkurs zu stabilisieren, während gleichzeitig Milliarden in eine unsichere Übernahme fließen?

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