Die Netflix-Aktie sackte im nachbörslichen Handel am Dienstag um rund 5 Prozent ab. Der Grund? Die Prognose für das laufende Quartal enttäuschte die Anleger trotz starker Zahlen zum vierten Quartal 2025.
Konkret rechnet der Streaming-Riese für die ersten drei Monate 2026 mit einem Gewinn je Aktie von 0,76 Dollar bei Erlösen von 12,16 Milliarden Dollar. Die Wall Street hatte jedoch mit 0,81 Dollar je Aktie und 12,19 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet. Das mag nach Haarspalterei klingen – doch die Märkte reagieren empfindlich auf jeden Cent, der fehlt.
Starkes Quartal – schwache Aussichten?
Dabei lief das vierte Quartal 2025 eigentlich rund. Netflix steigerte den Umsatz um 17,6 Prozent auf 12,05 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 11,97 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte um 29 Prozent auf 2,42 Milliarden Dollar. Beim Gewinn je Aktie lagen die 0,56 Dollar knapp über den prognostizierten 0,55 Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Netflix?
Besonders bemerkenswert: Netflix knackte die Marke von 325 Millionen zahlenden Abonnenten weltweit. Zum Jahresende 2024 waren es noch 301,6 Millionen gewesen. Das Werbegeschäft brummt ebenfalls – die Einnahmen verdoppelten sich mehr als 2,5-fach auf über 1,5 Milliarden Dollar im Gesamtjahr 2025.
Warner-Deal belastet Stimmung
Für das Gesamtjahr 2026 peilt Netflix Erlöse zwischen 50,7 und 51,7 Milliarden Dollar an – immerhin leicht über den Analystenschätzungen von 51,03 Milliarden Dollar. Doch die Investoren schauen skeptisch auf die steigenden Ausgaben.
Ein Belastungsfaktor bleibt die geplante 83-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery. Seit Bekanntwerden der Pläne hat die Netflix-Aktie bereits 30 Prozent eingebüßt. Um die Anleger zu besänftigen, verzichtete Netflix auf eine Aktienkomponente und will den Kaufpreis nun komplett in bar bezahlen. Die Aktienrückkäufe werden bis zum Abschluss der Transaktion ausgesetzt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Netflix?
Konkurrenz schläft nicht
Erschwerend kommt hinzu: Paramount Skydance bietet für Warner Bros. Discovery über 100 Milliarden Dollar – und damit deutlich mehr als Netflix auf den Tisch legt. Ein Bieterwettstreit könnte den Preis weiter in die Höhe treiben.
Zudem warnte Netflix vor sinkenden Zuschauerzahlen bei nicht-markeneigenen, lizenzierten Inhalten. Nach dem 148-tägigen Streik der Drehbuchautoren 2023/2024 hatte der Konzern verstärkt auf Zweitverwertungen gesetzt. Diese Phase läuft nun aus – und die Lücke muss gefüllt werden.
Die operative Marge soll 2026 auf 31,5 Prozent steigen. Das klingt solide, doch die Frage bleibt: Reicht das, um die ehrgeizigen Wachstumsziele zu erreichen und gleichzeitig die Warner-Integration zu stemmen? Die Bären wittern jedenfalls ihre Chance.
Netflix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Netflix-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Netflix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Netflix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Netflix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


