Warner Bros. Discovery hat eine klare Entscheidung getroffen. Am 7. Januar 2026 lehnte der Vorstand einstimmig das überarbeitete Übernahmeangebot von Paramount Skydance ab, das am 22. Dezember 2025 vorgelegt worden war. Die Begründung: Das Netflix-Angebot ist überlegen – finanziell wie strategisch.
Ein Deal der Superlative – und ein entscheidender Unterschied
Warner Bros. Discovery bleibt dem am 5. Dezember 2025 vereinbarten Zusammenschluss mit Netflix treu. Das Volumen: 82,7 Milliarden US-Dollar Unternehmenswert, davon 72 Milliarden US-Dollar Eigenkapital. Die WBD-Aktionäre erhalten 27,75 US-Dollar je Aktie – teils in bar, teils in Netflix-Aktien.
Netflix bringt eine Marktkapitalisierung von 414 Milliarden US-Dollar und ein Investment-Grade-Rating mit. Paramount Skydance hingegen? Gerade einmal 14 Milliarden US-Dollar Börsenwert. Um Warner zu kaufen, müsste Paramount sich mit über 94 Milliarden US-Dollar verschulden – eine Belastung vom Siebenfachen des EBITDA für 2026.
Samuel Di Piazza, Vorstandsvorsitzender von Warner Bros. Discovery, bezeichnete die Paramount-Offerte faktisch als Leveraged Buyout mit „außerordentlich hoher Fremdfinanzierung“. Die Gefahr: Sollten sich Marktbedingungen ändern oder die Performance schwächeln, könnten Finanzierungspartner abspringen. Das Risiko eines Scheiterns wäre damit erheblich.
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Was würde ein Wechsel zu Paramount kosten?
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Würde Warner den Netflix-Deal platzen lassen, wären 2,8 Milliarden US-Dollar Kündigungsgebühr fällig. Zusammen mit weiteren Kosten für gescheiterten Schuldenumtausch und Zinsaufwendungen summiert sich das auf 4,7 Milliarden US-Dollar. Die Absicherung, die Paramount im Gegenzug zahlen müsste – ursprünglich 5,8 Milliarden US-Dollar – würde faktisch auf nur noch 1,1 Milliarden US-Dollar zusammenschmelzen.
Ein weiterer Knackpunkt: Paramount würde Warner für bis zu 18 Monate in operativ einschränkende Verträge zwingen. Die geplante strategische Trennung – Warner Bros. Studios, HBO Max und HBO gehen an Netflix, während Sport- und Nachrichtensparten sowie internationale Assets als „Discovery Global“ eigenständig an die Börse kommen – wäre blockiert.
Netflix-Kombination: Stabilität statt Risiko
Netflix hat seinen HSR-Antrag bereits eingereicht und verhandelt mit Wettbewerbsbehörden in den USA und der EU. Die Finanzierungsstruktur unterliegt nicht der Prüfung durch CFIUS – ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Konstellationen.
Ted Sarandos und Greg Peters, Co-CEOs von Netflix, betonten die „hochkomplementären Stärken“ beider Unternehmen. Der kombinierte Cashflow soll 2026 bei geschätzten 12 Milliarden US-Dollar liegen. Netflix weist zudem ein KGV von 37,93 und eine Eigenkapitalrendite von 43 Prozent auf – Kennzahlen, die Paramount nicht annähernd bieten kann.
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Die Abwicklung soll 12 bis 18 Monate ab Vertragsunterzeichnung dauern. Die Trennung von Discovery Global ist für das dritte Quartal 2026 geplant.
Was passiert jetzt?
Warner-Aktionäre sind aufgerufen, ihre Anteile nicht an Paramount zu verkaufen, sondern der Netflix-Fusion zuzustimmen. Paramount hat sein Angebot bislang nicht als „best and final“ bezeichnet – theoretisch wäre also eine Nachbesserung möglich. Doch die Hürde liegt hoch: Allein die Verschuldungsstruktur gilt als kaum tragfähig.
Am 7. Januar 2026 zeigten die Börsen eine gedämpfte Reaktion. Warner-Aktien legten zeitweise 0,35 Prozent auf 28,57 US-Dollar zu, Netflix-Papiere gewannen 0,66 Prozent auf 91,25 US-Dollar. Paramount Skydance gab moderate 0,64 Prozent auf 12,42 US-Dollar nach.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob Paramount einen weiteren Anlauf wagt – oder ob Netflix und Warner Bros. Discovery die Unterhaltungsindustrie neu definieren.
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