Neuer Angriff im Persischen Golf treibt Ölpreis über 100 Dollar

Nach dem Beschuss eines Frachters in der Straße von Hormus kletterte Brent auf 100,51 Dollar. Die Sorge vor anhaltenden Störungen stützt den Ölpreis.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • Frachter in Hormus unter Beschuss
  • Besatzung des Schiffs evakuiert
  • Brent steigt auf 100,51 Dollar
  • Ölpreis seit Jahresbeginn über 60 Prozent höher

Der jüngste Rückgang der Ölpreise hat am Mittwoch ein jähes Ende gefunden. Frische Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zerstören die Hoffnung auf eine rasche diplomatische Entspannung und treiben Rohöl wieder über die psychologisch wichtige Schwelle. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November verteuerte sich um mehr als ein Prozent auf 100,51 Dollar.

Im frühen Handel war die Notierung zeitweise noch bis knapp unter 98 Dollar abgesackt. Anleger hatten darauf gesetzt, dass Gespräche zwischen Vertretern der USA und des Iran am Rande der UN-Vollversammlung zu Fortschritten führen könnten. Diese Zuversicht erwies sich als verfrüht.

Eskalation an der wichtigsten Öl-Route

In der für den globalen Rohöltransport strategisch entscheidenden Straße von Hormus geriet erneut ein Frachtschiff unter Beschuss. Nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit traf ein Projektil den Frachter, woraufhin das Schiff in Brand geriet. Die Besatzung musste evakuiert werden.

Der Vorfall verdeutlicht, wie festgefahren der Konflikt weiterhin ist. Bislang blieben diplomatische Vermittlungsversuche erfolglos, einschließlich einer zwischenzeitlich vereinbarten Waffenruhe. Washington hält unverändert eine Blockade iranischer Häfen aufrecht, um die Exporterlöse des Landes abzuschnüren. Teheran antwortet darauf mit fortgesetzten Angriffen auf zivile Schiffe entlang der Haupthandelsroute.

Dauerhafte Risikoprämie belastet die Märkte

Die Furcht vor einer langwierigen Unterbrechung der Schifffahrtswege bleibt die treibende Kraft am Terminmarkt. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Sorge vor Ausfällen den Brent-Preis bis an die Marke von 110 Dollar getrieben.

Seit Jahresbeginn hat der Krieg den Rohstoff um mehr als 60 Prozent verteuert. Solange die Häfen blockiert bleiben und Tanker die Engstelle am Golf nur unter Beschussrisiko passieren können, dürfte der geopolitische Risikoaufschlag dem Markt erhalten bleiben.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.