New Fortress Energy macht einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung seiner brasilianischen Plattform. Mit dem Abschluss eines langfristigen Leasingvertrags für das LNG-Importterminal TGS sichert sich das Unternehmen planbare Einnahmen in einer strategisch unterversorgten Region. Dieser Erfolg ist ein zentraler Baustein der laufenden Konzernumstrukturierung.

Planbare Cashflows ab 2026

Das Terminal de Gás Sul (TGS) im Bundesstaat Santa Catarina soll ab August 2026 kommerziell genutzt werden. Das Management erwartet dadurch ab 2027 einen jährlichen EBITDA-Beitrag von rund 50 Millionen US-Dollar. Die Anlage ist für die Energieversorgung im Süden Brasiliens von hoher Bedeutung, da es dort bisher kaum alternative Bezugsquellen für Erdgas gibt.

Leandro Cunha, Geschäftsführer von New Fortress Energy Brasilien, betont den strategischen Wert der Infrastruktur. Der Vertrag liefere sofortige, vertraglich abgesicherte Cashflows und positioniere das Terminal als stabilen Ertragsbringer mit langfristigem Wachstumspotenzial.

Fokus auf die Umstrukturierung

Die Kommerzialisierung erfolgt inmitten eines umfassenden Umbaus. New Fortress Energy arbeitet derzeit an einem Restrukturierungsplan, der die Abspaltung der brasilianischen Aktivitäten in eine eigenständige Plattform namens „BrazilCo“ vorsieht. Der nun abgeschlossene Vertrag wertet diese Sparte auf und soll dabei helfen, die brasilianischen Vermögenswerte als umsatzstarke, eigenständige Einheit zu etablieren.

Langfristig soll das Terminal auch das eigene Kraftwerksprojekt UTE Lins 2 versorgen, dessen Betriebsstart für das Jahr 2031 vorgesehen ist. Während die operative Umsetzung in Brasilien voranschreitet, bleibt die Aktie an der Börse unter Druck und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die weitere Umsetzung des Restrukturierungsplans mit den Gläubigern.