Newell Brands greift zu drastischen Maßnahmen: Bis zu 15 Prozent Preisnachlass bei Rubbermaid und Graco. Doch während die Marken Sharpie, Rubbermaid und Graco günstiger werden, sackt die Aktie im vorbörslichen Handel am Donnerstag um fast 15 Prozent ab. Der Konsumgüterhersteller spürt die Folgen schwacher Nachfrage und hoher Zollkosten – und die Anleger reagieren nervös.
Vom Preistreiber zum Schnäppchenjäger
Nach Jahren aggressiver Preiserhöhungen vollzieht Newell Brands nun die Kehrtwende. Bei der Lebensmittelbehälter-Marke Rubbermaid sowie bei Kernprodukten der Baby-Sparte Graco – etwa dem Pack ’n Play Laufstall und dem Turn2Me Autositz – sinken die Preise deutlich. Der Grund: Verbraucher mit mittleren und niedrigen Einkommen halten ihr Geld zusammen. Studienkredit-Rückzahlungen, hohe Lebensmittelpreise und ein wackeliger Arbeitsmarkt zwingen zum Sparen.
Auch Branchenriese PepsiCo hatte Anfang Februar angekündigt, die Preise für Lay’s und Cheetos um bis zu 15 Prozent zu senken – ein klares Signal, dass der Preisdruck in der gesamten Konsumgüterbranche zunimmt.
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Zölle bleiben teuer, Prognose enttäuscht
Trotz Preissenkungen bleiben die Herausforderungen massiv. Newell Brands hat seine Zollkosten für 2025 auf 180 Millionen Dollar hochgeschraubt – ursprünglich waren 155 Millionen Dollar eingeplant. Immerhin konnte das Unternehmen die Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten auf unter zehn Prozent drücken und investiert in heimische Produktion. Für 2026 werden niedrigere Zollzahlungen erwartet.
Die Zahlen zum vierten Quartal fielen durchwachsen aus: Der Nettoverlust weitete sich auf 315 Millionen Dollar aus, verglichen mit 54 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank um 2,7 Prozent auf 1,90 Milliarden Dollar – knapp über den Analystenschätzungen von 1,88 Milliarden Dollar. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 0,18 Dollar und erfüllte damit die Erwartungen.
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Ausblick bleibt verhalten
Für das erste Quartal 2026 rechnet Newell Brands mit einem Umsatzrückgang zwischen drei und fünf Prozent. Die bereinigte operative Marge soll bei mageren 2,5 bis 3,5 Prozent liegen, der Verlust je Aktie zwischen 0,08 und 0,12 Dollar. CEO Chris Peterson macht wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung: Man gehe nicht von einer Verbesserung der zugrunde liegenden Kategorienachfrage in diesem Jahr aus.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen einen normalisierten Gewinn je Aktie von 0,54 bis 0,60 Dollar an – am unteren Ende der Analystenschätzungen. Nik Modi von RBC Capital Markets hält die vorsichtige Haltung für angemessen, warnt aber vor weiterer Verschlechterung angesichts schwindender Verbraucherstimmung.
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