Next Aktie: Kapitalrückführung läuft – 360 Pence je Aktie

Der britische Modehändler Next führt eine Kapitalrückzahlung über B-Aktien durch. Die Aktionäre stimmten mit überwältigender Mehrheit für die Maßnahme, die am 16. Januar 2026 ex wird.

Next Aktie
Kurz & knapp:
  • Rückzahlung zu 360 Pence pro Aktie beginnt
  • Überwältigende Zustimmung der Aktionäre erhalten
  • Technische Abwicklung bis Ende Januar geplant
  • B-Aktien dienen ausschließlich der Kapitalrückführung

Der britische Modehändler schüttet Geld an seine Aktionäre aus. Am Freitag, den 16. Januar 2026, erfolgt die Rückzahlung der B-Aktien zu einem Preis von 360 Pence pro Stück. Die Hauptversammlung vom vergangenen Donnerstag hatte grünes Licht für das B-Aktien-Programm gegeben – und die Zustimmung fiel deutlich aus.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 99,89 Prozent der Aktionäre stimmten für die Satzungsänderung, 99,83 Prozent billigten die Ausgabe der B-Aktien. Rund 68 Prozent der insgesamt 122,4 Millionen stimmberechtigten Anteile waren bei der Abstimmung vertreten. Eine komfortable Mehrheit, die dem Management Rückenwind gibt.

Technische Abwicklung startet

Das Unternehmen hat exakt so viele B-Aktien ausgegeben, wie gewöhnliche Aktien im Umlauf sind – 122,4 Millionen Stück. Die Papiere werden nicht an der Börse notiert und erhalten keine physischen Zertifikate. Bis zum 28. Januar soll das Geld bei den Anteilseignern ankommen. Anschließend werden die B-Aktien eingezogen.

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Der Mechanismus ist klar: eine gezielte Kapitalmaßnahme ohne großes Brimborium. Die B-Aktien dienen einzig dem Zweck der Rückzahlung. Am 15. Januar wurde die Aktie noch cum Kapitalmaßnahme gehandelt, einen Tag später dann ex. Der Zeitplan sitzt.

Was steckt dahinter?

Warum Next zu diesem Instrument greift, ließ das Unternehmen in seiner Mitteilung offen. Der Einzelhändler, der sowohl stationäre Filialen als auch einen Onlinehandel betreibt, hatte die Pläne bereits am 19. Dezember 2025 in einem Rundschreiben dargelegt. Details zur Gesamtsumme der Rückzahlung oder zur strategischen Begründung fehlen allerdings.

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Für Anleger bleibt die Frage: Ist das ein Zeichen von Stärke oder mangelnden Investitionsmöglichkeiten? Kapitalrückgaben können bedeuten, dass ein Konzern überschüssige Liquidität hat und keine besseren Verwendungszwecke sieht. Sie können aber auch signalisieren, dass das Management den eigenen Aktien Wert beimisst.

Die Wahlbeteiligung von 68 Prozent zeigt jedenfalls, dass die Aktionärsbasis aufmerksam ist. Die nahezu einstimmige Zustimmung deutet darauf hin, dass die Investoren mit dem Schritt einverstanden sind – oder zumindest keine bessere Alternative sehen.

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Über Felix Baarz 1491 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.