NIBE Industrier Aktie: Erholung bestätigt

Der schwedische Heizungstechnikspezialist steigert seine operative Marge deutlich auf 10,5 Prozent. Während der Bereich Climate Solutions glänzt, bleibt der Geschäftsbereich Stoves hinter den Erwartungen zurück.

NIBE Industrier Aktie
Kurz & knapp:
  • Operative Marge steigt auf 10,5 Prozent
  • Climate Solutions erreicht starke Quartalsmarge
  • Bereich Stoves verfehlt Margenziele deutlich
  • Schuldenquote verbessert sich, Dividende erhöht

Der schwedische Klima- und Heizungstechnikspezialist hat heute seine Zahlen für das Gesamtjahr 2025 vorgelegt – und bestätigt damit die seit Ende 2024 beobachtete Markterholung. Trotz politischer Spannungen und Währungsgegenwind konnte der Konzern sein operatives Ergebnis deutlich steigern. Doch ein Blick auf die drei Geschäftsbereiche zeigt: Die Erholung verläuft höchst unterschiedlich.

Starke Marge trotz schwacher Krone

Der Umsatz lag 2025 bei 40,8 Milliarden Kronen und damit nahezu auf Vorjahresniveau. Bereinigt um Währungseffekte ergibt sich allerdings ein organisches Wachstum von 5,3 Prozent. Die operative Gewinnmarge verbesserte sich von 8,0 auf 10,5 Prozent – ein deutliches Zeichen, dass Kostenkontrolle und Effizienzsteigerungen greifen.

Im vierten Quartal zeigte sich das Bild besonders klar: Der bereinigte operative Gewinn kletterte auf 1,4 Milliarden Kronen, die Marge auf starke 13,1 Prozent. Allerdings belasteten akquisitionsbedingte Neubewertungen in Höhe von 178 Millionen Kronen negativ – im Vorjahresquartal hatten solche Effekte noch 597 Millionen Kronen positiv beigetragen.

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Climate Solutions glänzt, Stoves enttäuscht

Der größte Geschäftsbereich Climate Solutions erreichte für das Gesamtjahr eine operative Marge von 13,0 Prozent und liegt damit am unteren Ende der historischen Zielspanne von 13 bis 15 Prozent. Im vierten Quartal sprang die Marge sogar auf 15,7 Prozent. Vor allem Deutschland, Italien, die Niederlande und Schweden trieben die Nachfrage nach Wärmepumpen. In Nordamerika blieb der Markt für Erdwärmepumpen stabil, allerdings wurden zum Jahreswechsel US-Steuersubventionen gestrichen – die Folgen sind noch unklar.

Der Bereich Element verbesserte seine Marge im Schlussquartal auf 7,9 Prozent, verfehlte aber mit 7,0 Prozent im Gesamtjahr knapp die angestrebten 8,0 Prozent. Die Nachfrage im Bahnverkehr und bei HVAC-Komponenten lief gut, während der Wohnungsbau und die Automobilindustrie schwächelten.

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Am stärksten enttäuschte der Bereich Stoves: Die Jahresmarge sackte auf nur 4,1 Prozent ab, weit entfernt von der Zielspanne von 10 bis 13 Prozent. Europäische Konsumenten bleiben bei Kaminöfen zurückhaltend, zusätzlich belasteten neue Handelszölle zwischen den USA und Kanada. Immerhin: Die Marktanteile konnten gehalten oder sogar ausgebaut werden.

Schuldenabbau und Dividende

Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA verbesserte sich deutlich von 3,5 auf 2,7. Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,35 Kronen je Aktie vor, nach 0,30 Kronen im Vorjahr.

CEO Gerteric Lindquist zeigt sich zuversichtlich: Alle drei Geschäftsbereiche seien mit effizienten Anlagen, starken Produkten und angepassten Kostenstrukturen gut positioniert. Das erklärte Ziel für 2026 lautet, dass alle Bereiche wieder innerhalb ihrer historischen Margenspannen operieren – besonders Stoves steht hier unter Druck. Die organische Wachstumsdynamik soll sich fortsetzen, auch wenn das externe Umfeld schwer einschätzbar bleibt.

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