Nike Aktie: China-Warnung

Ein wichtiger Nike-Partner in China verzeichnet einen Gewinnsturz von über 50 Prozent, was Analysten als Warnsignal für das Geschäft des Sportartikelriesen in der Region werten.

Nike Aktie
Kurz & knapp:
  • Vertriebspartner Pou Sheng meldet Gewinnrückgang von 57 Prozent
  • Analysten sehen rote Flagge für Nikes Chinageschäft
  • Starke Abhängigkeit von Nike und Adidas bei Distributoren
  • Lokale Wettbewerber gewinnen Marktanteile in China

Nike kämpft weiter mit massiven Problemen in China. Ein wichtiger Handelspartner hat seine Gewinne um mehr als die Hälfte einbrechen sehen – und macht deutlich, wie ernst die Lage für den US-Konzern in der Region ist. Analysten sprechen von einem „Warnsignal“ und sehen das Geschäftsmodell unter Druck.

Distributor meldet Gewinneinbruch

Pou Sheng, einer der größten Sportartikelhändler und ein zentraler Vertriebspartner von Nike in China, hat für das Geschäftsjahr 2025 einen Gewinnrückgang von 57,1 Prozent gemeldet. Als Gründe nannte das Unternehmen hohe Lagerbestände in der Branche, schwache Nachfrage und aggressive Rabattaktionen.

Die Reaktion der Analysten fiel eindeutig aus: BNP Paribas stufte die Entwicklung als „rote Flagge“ für Nikes Chinageschäft ein und bekräftigte das „Underperform“-Rating mit einem Kursziel von 35 US-Dollar. Die Investmentbank verwies darauf, dass wichtige Distributoren extrem stark von Nike und Adidas abhängig sind. Bei Pou Sheng stammen rund 70 Prozent der Lagerbestände von diesen beiden Marken, bei Topsports, einem weiteren Großhändler, sind es sogar 90 Prozent. Diese Konzentration macht Nike anfällig für anhaltende Schwäche im chinesischen Markt.

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Quartalszahlen stehen an

Nike wird am 2. April 2026 seine Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen. Im Anschluss an den Börsenhandel ist eine Telefonkonferenz mit Investoren geplant.

Beobachter erwarten vor allem Hinweise darauf, wie das Management die Situation in China zu stabilisieren gedenkt. Bereits in der Vergangenheit hatten Analysten kritisiert, dass Nike in der Region zu stark auf klassische Schuhmodelle gesetzt und einen Lagerabbau versäumt habe.

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Wettbewerb verschärft sich

Der chinesische Markt entwickelt sich zunehmend zum Problem für westliche Sportartikelhersteller. Lokale Wettbewerber wie Anta Sports gewinnen Marktanteile durch kürzere Lieferketten und profitieren von nationalistischen Konsumtrends. Anta hat kürzlich sogar seinen ersten Flagship-Store in Nordamerika eröffnet – in Beverly Hills.

Nike selbst hatte im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Nettogewinnrückgang von 32 Prozent auf 792 Millionen US-Dollar verbucht. Die Bruttomarge schrumpfte um 300 Basispunkte, belastet durch Rabattaktionen zum Abbau überschüssiger Bestände und durch Importzölle. Die Frage ist nun, ob sich diese Entwicklung im dritten Quartal fortgesetzt hat.

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