Japanische Aktien setzen ihren Höhenflug fort. Der Nikkei 225 knackte am Dienstag die Marke von 70.000 Punkten. Ein historisch schwacher Yen und Rückenwind aus den USA trieben den Index nach oben.
Schwacher Yen stützt Exportwerte
Die japanische Währung fiel gegenüber dem US-Dollar auf ein 40-Jahres-Tief. Ein Dollar kostete zeitweise rund 162,41 Yen. Das beflügelt vor allem die exportorientierte Industrie des Landes. Parallel dazu sorgten Entspannungssignale im Konflikt zwischen den USA und dem Iran für Optimismus.
Tech-Sektor folgt US-Vorgaben
Besonders Technologiewerte profitierten von der positiven Stimmung an der Wall Street. Die Aktie von Taiyo Yuden kletterte um 8,28 Prozent. Auch Tokyo Electron legte mit einem Plus von über fünf Prozent deutlich zu. Halbleiterwerte bleiben damit die klaren Taktgeber.
Trotz der Gewinne stieg die Nervosität spürbar an. Der Volatilitätsindex des Nikkei schoss um 30,92 Prozent nach oben. Zum Quartalsende schichteten Profis ihre Portfolios massiv um. Das Handelsvolumen erreichte einen Wert von 10,83 Billionen Yen.
Der Index schloss bei 70.498 Punkten und damit 1,48 Prozent höher als am Vortag. Damit rückt das Rekordhoch bei 72.831,73 Punkten wieder näher.
Der Abstand zum langfristigen Durchschnitt (200 Tage) beträgt aktuell stolze 27,35 Prozent. Die Industrieproduktion stieg zuletzt zwar nur leicht um 0,5 Prozent.
Für Juni rechnen die Hersteller jedoch mit einem kräftigeren Zuwachs von 3,7 Prozent. Am Mittwoch dürften Anleger vor allem auf weitere Signale vom Devisenmarkt achten.
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