Nikkei 225: Absturz nach Rekordhoch

Der japanische Leitindex verliert über ein Prozent, nachdem er zuvor ein Rekordhoch erreicht hatte. Technologieaktien brechen ein, während Automobilhersteller und Exportwerte profitieren.

Nikkei 225 Aktie
Kurz & knapp:
  • Leitindex fällt um 1,19 Prozent auf 54.069 Punkte
  • Technologieaktien wie Nintendo und Sony brechen stark ein
  • Automobilwerter und Exportunternehmen zeigen sich robust
  • Dienstleistungssektor überrascht mit starkem PMI-Wachstum

Der japanische Leitindex gibt am Mittwoch deutlich nach und fällt unter die Marke von 54.100 Punkten. Der Nikkei 225 verliert 650,89 Punkte oder 1,19 Prozent auf 54.069,77 Zähler. Erst am Vortag hatte das Börsenbarometer ein neues Rekordhoch bei 54.720,66 Punkten markiert – ein Plus von satten 3,92 Prozent.

Die Wende kommt nicht überraschend. Die Wall Street hatte in der Nacht zuvor den Ton vorgegeben: Der Nasdaq stürzte um 1,43 Prozent ab, der S&P 500 gab 0,84 Prozent nach. Technologiewerte gerieten dabei besonders stark unter Druck – eine Entwicklung, die sich nun auch in Tokio fortsetzt.

Tech-Sektor bricht ein

Die Schwäche konzentriert sich vor allem auf Technologieaktien. Tokyo Electron verliert mehr als 3 Prozent, Screen Holdings gibt mehr als 2 Prozent ab. Besonders dramatisch: Nintendo stürzt fast 11 Prozent ab, Ibiden bricht sogar um fast 17 Prozent ein. Auch Sony kann sich dem Abwärtssog nicht entziehen und verliert über 4 Prozent.

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Doch es gibt auch Gewinner in diesem Marktumfeld. Die Automobilhersteller zeigen sich robust: Toyota legt mehr als 2 Prozent zu, Honda gewinnt über 1 Prozent. Auch Exportwerte profitieren von der aktuellen Yen-Schwäche – der Dollar notiert im oberen 155-Yen-Bereich. Mitsubishi Electric schießt fast 6 Prozent nach oben, Panasonic gewinnt mehr als 1 Prozent.

Dienstleistungssektor überrascht positiv

Einen Lichtblick liefern aktuelle Konjunkturdaten: Der japanische Dienstleistungssektor expandierte im Januar mit einem PMI-Wert von 53,7 deutlich stärker als erwartet. Im Dezember hatte der Wert noch bei 51,6 gelegen. Auch der zusammengesetzte Index kletterte von 51,1 auf 53,1 Punkte – ein klares Signal für Wirtschaftswachstum.

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Im Finanzsektor zeigt sich ein gemischtes Bild. Während Mitsubishi UFJ Financial fast 1 Prozent zulegt, gibt Sumitomo Mitsui Financial leicht nach. Die großen Verlierer des Tages finden sich jedoch bei den Technologie- und Dienstleistungswerten: Yokogawa Electric und Recruit Holdings brechen um jeweils mehr als 8 Prozent ein, Nomura Research Institute und NEC verlieren über 7 Prozent.

Die Rohstoffwerte stemmen sich gegen den Abwärtstrend: NSK und Sumitomo Chemical schießen fast 7 Prozent nach oben, Sumitomo Metal Mining gewinnt fast 6 Prozent. Der Ölpreis war zuvor um 1,77 Prozent auf 63,24 Dollar je Barrel gestiegen – gestützt durch einen schwächeren Dollar und Hoffnungen auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und Indien.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.