Nikkei 225: Iran-Konflikt trübt Stimmung

Neue US-Militäraktionen im Iran lassen den Nikkei unter 65.000 Punkte fallen. Technologie- und Pharmawerte verzeichnen deutliche Verluste.

Nikkei 225 Aktie
Kurz & knapp:
  • Nikkei verliert 0,7 Prozent
  • Chipwerte wie Advantest stark gefallen
  • SoftBank Group legt über 8 Prozent zu
  • Ölpreis sinkt auf 91,56 Dollar

Einen Tag nach dem Rekordhoch ist die Euphorie in Tokio verflogen. Der Iran-Konflikt holt die Märkte zurück auf den Boden — und sorgt für unruhiges Handeln ohne klare Richtung.

Der Nikkei 225 verliert am Dienstag rund 0,7 Prozent und fällt unter die Marke von 65.000 Punkten. Auslöser sind neue US-Angriffe auf iranische Militäreinrichtungen, die an den asiatischen Börsen für Zurückhaltung sorgen. Kein Wunder, dass die Stimmung dreht: Der Markt schwankt nach Einschätzung von Beobachtern zwischen Erleichterung über mögliche diplomatische Fortschritte und der Furcht vor weiterer Eskalation.

Technologie und Pharma unter Druck

Im Technologiesektor trifft es vor allem Chipwerte. Advantest bricht mehr als 5 Prozent ein, Tokyo Electron verliert über 2 Prozent. Auch die Pharmawerte leiden: Chugai Pharmaceutical und Kioxia Holdings geben jeweils rund 5 Prozent nach, Eisai rund 4 Prozent. Unter den Autoherstellern bleiben die Verluste moderat — Honda und Toyota notieren nur knapp im Minus.

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Auf der Gewinnerseite steht SoftBank Group, die mehr als 8 Prozent zulegt. Rüstungs- und Bauwerte profitieren ebenfalls: Kawasaki Heavy Industries und IHI springen über 7 Prozent, Taisei und Kajima gewinnen mehr als 5 Prozent.

Ölpreisrückgang als Gegengewicht

Parallel dazu gibt der Ölpreis deutlich nach — West Texas Intermediate fällt auf rund 91,56 Dollar je Barrel. Hintergrund sind Hoffnungen auf eine Einigung zwischen den USA und Iran, die die Energieversorgung über wichtige Schifffahrtsrouten wieder normalisieren könnte. Für Japan als rohstoffabhängige Volkswirtschaft ist das prinzipiell eine gute Nachricht, reicht aber nicht aus, um die Verunsicherung zu überlagern.

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Der Yen notiert bei rund 158 je Dollar. Europäische Impulse blieben schwach, Wall Street lieferte wegen des Memorial-Day-Feiertags gar keine Vorgaben.

Die geopolitische Lage dürfte den Handel in Tokio kurzfristig weiter prägen. Entscheidend wird sein, ob die diplomatischen Kanäle zwischen Washington und Teheran tatsächlich Ergebnisse liefern — oder ob neue Zwischenfälle die jüngste Rekordrally endgültig ausbremsen.

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