Nikkei 225: Kasse gemacht

Der japanische Leitindex verliert spürbar, da Anleger nach der Rally auf Takaichis Wahlsieg Gewinne realisieren. Die Erwartung US-amerikanischer Inflationsdaten und das chinesische Neujahrsfest belasten die Stimmung.

Nikkei 225 Aktie
Kurz & knapp:
  • Nikkei 225 fällt um über 1,4 Prozent
  • Schwergewichte wie SoftBank brechen stark ein
  • Anleger warten auf US-Inflationszahlen
  • Chinesisches Neujahrsfest dämpft Stimmung

Die japanische Börse verabschiedet sich heute mit deutlichen Verlusten ins Wochenende. Der Nikkei 225 fiel um 1,43 Prozent auf 56.815,80 Punkte – nach dem Höhenflug der vergangenen Tage nun die Quittung.

Nach der Rally kommt die Ernüchterung

Der Wahlsieg von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hatte den japanischen Aktienmarkt erst vor wenigen Tagen auf Rekordjagd geschickt. Doch nach den starken Kursgewinnen nutzen Anleger nun die Gelegenheit zur Gewinnmitnahme. Besonders hart trifft es heute die Schwergewichte: SoftBank Group stürzt um fast 7 Prozent ab, während die Finanzwerte ebenfalls unter Druck geraten. Mitsubishi UFJ Financial verliert knapp 3 Prozent, Sumitomo Mitsui Financial gibt fast 2 Prozent nach.

Im Technologiesektor zeigt sich ein gemischtes Bild. Während Tokyo Electron mehr als 1 Prozent zulegt, rutschen Advantest und Screen Holdings ins Minus. Exportwerte leiden ebenfalls: Panasonic verliert 2,5 Prozent, Mitsubishi Electric büßt fast 4 Prozent ein. Einziger Lichtblick bleibt Nissan Motor mit einem Plus von fast 9 Prozent.

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US-Inflationsdaten im Fokus

Die Zurückhaltung der Investoren hat einen konkreten Grund: Am frühen Nachmittag mitteleuropäischer Zeit stehen wichtige US-Inflationsdaten an. Nach den starken Arbeitsmarktdaten vom Mittwoch warten Anleger gespannt auf weitere Hinweise zum geldpolitischen Kurs der Federal Reserve. Die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung war durch den robusten US-Arbeitsmarkt bereits gedämpft worden.

Hinzu kommen die anhaltenden Sorgen rund um künstliche Intelligenz. Die massiven Investitionen großer Techkonzerne in KI-Projekte hatten zuletzt zu Kostenbedenken geführt. Software-Aktien gerieten unter Druck, da Investoren disruptive Konkurrenz durch KI-Anwendungen befürchten.

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Vorsicht vor dem Neujahrsfest

Auch der Blick nach China trägt zur abwartenden Haltung bei. In der kommenden Woche steht das chinesische Neujahrsfest an – die Börsen bleiben geschlossen, das öffentliche Leben in der Volksrepublik kommt weitgehend zum Erliegen. Der CSI 300 an den Festlandbörsen verlor im späten Handel gut 1 Prozent auf 4.669 Punkte, der Hang Seng in Hongkong gab sogar um 2 Prozent auf 26.492 Punkte nach.

Die vorsichtige Positionierung vor der Handelspause in China und die Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Notenbank dürften den Nikkei kurzfristig weiter belasten. Im Währungshandel notiert der Dollar im unteren 153-Yen-Bereich.

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