Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat sich über Nacht zugespitzt — und Japans Börse bekommt die Folgen direkt zu spüren. Der Nikkei 225 verliert zeitweise rund drei Prozent und fällt auf Niveaus um 64.200 bis 64.500 Punkte. Damit setzt der Index seine Verluste aus den vorangegangenen Handelstagen fort.
Auslöser ist der kräftige Sprung beim Ölpreis. Die USA hatten nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle gegen den Iran gestartet, als Reaktion auf einen Versuch Teherans, die Straße von Hormus zu verminen und US-Soldaten im Nahen Osten anzugreifen. Der Iran antwortete mit Raketen- und Drohnenbeschuss, auch Jordanien, Kuwait und Bahrain meldeten feindliche Angriffe. Die Rohölsorte WTI legte im Gegenzug um fast fünf Prozent zu.
Chipwerte und Exporteure unter Druck
Steigende Ölpreise treiben die globalen Anleiherenditen nach oben — und das trifft besonders technologielastige Indizes wie den Nikkei. Halbleiterwerte führen die Verluste an: SoftBank Group gibt kräftig nach, Advantest und Tokyo Electron fallen ebenfalls deutlich.
Auch die großen Exporteure leiden. Autobauer wie Toyota und Honda geraten unter Druck, ebenso Elektronikkonzerne wie Panasonic und Sony — ein höherer Ölpreis verteuert ihre Produktionskosten und schwächt die Gewinnaussichten.
Besonders auffällig: Einzelne Werte wie Kyowa Kirin oder Sumitomo Metal Mining verzeichnen zweistellige Kursverluste, während sich kaum Gewinner finden lassen. Die Breite des Ausverkaufs zeigt, dass die Sorge nicht auf einen Sektor beschränkt bleibt.
Ueda hält an Zinskurs fest
Zusätzlichen Druck bringt die Geldpolitik. Notenbankchef Kazuo Ueda signalisierte, die Bank of Japan werde weitere Zinserhöhungen prüfen, um der Yen-Schwäche entgegenzuwirken. Zuvor hatte US-Finanzminister Scott Bessent bei einem Treffen mit Ueda auf entschlossenere geldpolitische Maßnahmen gedrängt. Der Dollar notierte zuletzt im niedrigen 160-Yen-Bereich.
Auch die anderen asiatischen Börsen bleiben nicht verschont: Der südkoreanische KOSPI verliert stellenweise noch stärker als der Nikkei, während Shanghai Composite und Hang Seng moderater nachgeben.
Im Blick bleibt vor allem, wie weit sich der Ölpreis in den kommenden Handelstagen noch verteuert. Die nächste Zinsentscheidung der Bank of Japan im weiteren Monatsverlauf dürfte zeigen, ob Ueda seinen angedeuteten Kurs tatsächlich umsetzt.
Nikkei 225: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nikkei 225-Analyse vom 2. September liefert die Antwort:
Die neusten Nikkei 225-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nikkei 225-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nikkei 225: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

