Tokio feiert ein Comeback. Nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten und starken heimischen Bilanzen kletterte der Nikkei 225 am Montag um über zwei Prozent. Der Markt eroberte damit psychologisch wichtige Marken zurück.
Zinspolitik und Gewinnprognosen
Hinter der Rally steckt ein Mix aus Geldpolitik und Wirtschaftskraft. Das Protokoll der Bank of Japan deutet auf schnellere Zinsschritte hin. Mindestens drei Ratsmitglieder fordern härtere Maßnahmen gegen die Inflation. Parallel dazu stützte die Erholung der US-Märkte nach kühleren Jobdaten die Stimmung in Fernost.
Einzelne Schwergewichte trieben den Index massiv an. Die Aktie von Recruit Holdings kletterte um fast 23 Prozent nach exzellenten Zahlen. Sumitomo Metal Mining hob die Gewinnprognose auf 216 Milliarden Yen an. Auch der Technologiesektor profitierte von der Erholung im Halbleitersegment.
Es gab jedoch auch deutliche Verlierer. CyberAgent brach um mehr als 16 Prozent ein, nachdem das Umsatzwachstum enttäuschte. Bei Nomura Micro Science belastete ein operativer Gewinneinbruch von rund 54 Prozent den Kurs.
Technische Hürden im Blick
Der Nikkei 225 scheiterte im Tagesverlauf knapp an der Marke von 67.000 Punkten. Unmittelbar darüber verläuft der 50-Tage-Durchschnitt bei 67.178 Zählern. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 54,2 signalisiert derweil eine neutrale Lage ohne Überhitzung.
Am Dienstag pausiert der Handel in Japan wegen eines nationalen Feiertags. Die Märkte warten danach auf die neuen US-Inflationsdaten. Hält die Unterstützung bei 65.500 Punkten nicht, könnte sich der jüngste Aufwärtstrend schnell wieder abschwächen.
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