Der japanische Leitindex zeigt sich am Dienstag unentschlossen. Nach einem schwachen Start ins Handelsgeschäft dreht der Nikkei 225 ins Plus und notiert bei 52.933,87 Punkten – ein Zuwachs von 0,09 Prozent. Am Vortag hatte der Index noch deutliche Verluste hinnehmen müssen.

Die positive Grundstimmung an der Wall Street vom Montag stützt die Kurse in Tokio nur bedingt. Während der Dow Jones um 0,6 Prozent auf 49.412,40 Punkte zulegte, folgen die japanischen Anleger dem US-Vorbild nur verhalten. Die Unsicherheit vor der anstehenden Fed-Entscheidung und den Quartalszahlen der „Magnificent 7“ am Mittwoch bremst die Kauflaune.

Technologie und Finanzen treiben den Index

Kursgewinne in Technologie- und Finanzwerten stützen den Markt. Tokyo Electron verzeichnet ein Plus von knapp 1 Prozent, Advantest legt sogar mehr als 2 Prozent zu. Im Bankensektor gewinnt Sumitomo Mitsui Financial ebenfalls fast 1 Prozent, während Mizuho Financial und Mitsubishi UFJ Financial jeweils zwischen 0,4 und 0,5 Prozent zulegen.

Yaskawa Electric sticht mit einem Kurssprung von fast 5 Prozent besonders hervor. Auch Nissui, Furukawa Electric und SMC können jeweils knapp 3 Prozent gutmachen.

Exporteure und Autobauer unter Druck

Die Kehrseite der Medaille: Exportwerte und Automobilhersteller stehen unter Verkaufsdruck. Toyota gibt 0,5 Prozent ab, Honda verliert 0,1 Prozent. Bei den großen Exporteuren zeigen sich ebenfalls Schwächen – Sony büßt mehr als 1 Prozent ein, Mitsubishi Electric fällt sogar um fast 2 Prozent.

Otsuka Holdings gehört mit einem Minus von über 4 Prozent zu den größten Verlierern. Nitto Denko verliert mehr als 3 Prozent, während Japan Steel Works, Daiichi Sankyo und Nitori Holdings jeweils knapp 3 Prozent nachgeben.

Handelspolitische Unsicherheit belastet

Die Ankündigung neuer US-Zölle wirft ihre Schatten voraus. US-Präsident Donald Trump will die Abgaben auf südkoreanische Produkte – darunter Autos, Holz und Pharmazeutika – von 15 auf 25 Prozent anheben. Grund ist die weiterhin fehlende Ratifizierung des Handelsabkommens.

Trotz dieser Drohkulisse zeigt sich der südkoreanische Kospi erstaunlich robust und gewinnt bis zu 2,6 Prozent. Der US-Dollar bewegt sich derweil im unteren 154-Yen-Bereich und bleibt damit nahe seinem jüngsten Niveau.