Nach dem heftigen Kursrutsch vom Dienstag versucht sich der Nikkei 225 an einer Stabilisierung — und tut sich damit schwer. Der japanische Leitindex eröffnete am Mittwoch zunächst deutlich im Plus, rutschte dann aber wieder ins Minus und pendelt seither knapp unter der Marke von 62.350 Punkten. Von der Erholung, auf die viele Marktteilnehmer gehofft hatten, ist bislang wenig zu sehen.

Am Vortag hatte der Index noch 2.566,28 Punkte oder 3,95 Prozent eingebüßt und bei 62.364,92 Punkten geschlossen — nach einer Handelsspanne zwischen 61.923,60 und 64.573,18 Punkten. Über die vergangenen sechs Handelstage hinweg wechselten sich positive und negative Schlusstage ab, seit der Index zuvor an zwei Tagen in Folge mehr als 4.600 Punkte oder 7 Prozent verloren hatte. Am Mittwoch markierte der Nikkei bei 63.138,04 Punkten zunächst ein Tageshoch, bevor die Verkäufer wieder das Ruder übernahmen.

Chipwerte und Banken bremsen, Autobauer stützen

Unter den Schwergewichten zeigt sich ein gespaltenes Bild. SoftBank Group verliert mehr als 4 Prozent, während Fast-Retailing-Mutter Uniqlo gut 2 Prozent zulegt. Im Halbleitersektor geht es für Tokyo Electron rund 5 Prozent nach unten, Screen Holdings bricht sogar um fast 14 Prozent ein — Advantest hält sich dagegen mit einem Plus von knapp 3 Prozent gegen den Trend.

Die großen Banken wie Sumitomo Mitsui Financial und Mitsubishi UFJ Financial geben jeweils mehr als 2 Prozent ab, Mizuho Financial verliert knapp 3 Prozent. Autobauer liefern hingegen die stärksten Impulse: Toyota gewinnt fast 4 Prozent, Honda knapp 3 Prozent. Bei den Einzelwerten stechen Keyence mit einem Sprung von fast 10 Prozent und Konami Group mit einem Plus von rund 8 Prozent heraus.

Der Yen notiert im höheren 163er-Bereich zum Dollar. An der Wall Street hatte der Dow am Dienstag um 1 Prozent zugelegt, während Nasdaq und S&P 500 nahe der Nulllinie verharrten — keine klare Richtungsvorgabe für Tokio. Ob sich der Nikkei aus der Bandbreite um die 62.350-Punkte-Marke lösen kann, dürfte sich in den kommenden Handelstagen entscheiden, sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter entspannen.