Der Nikkei 225 kommt nicht zur Ruhe. Nach dem kräftigen Rutsch der Vorwoche und einem weiteren Rückgang am Freitag tastet sich der japanische Leitindex am Montag erneut nach unten – trotz freundlicher Vorgaben von der Wall Street. Die Erholung, die manche Marktbeobachter zum Wochenauftakt erwartet hatten, bleibt bislang aus.
Im Verlauf des Montagshandels verliert der Nikkei rund 0,15 Prozent auf 65.914 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 65.653 Zähler gefallen war. Bereits am Freitag hatte der Index moderat nachgegeben, nach einem zuvor deutlichen Einbruch von fast 3.900 Punkten beziehungsweise 6 Prozent innerhalb von zwei Handelstagen.
Schwergewichte bremsen, Exporteure stützen
Die Schwäche kommt diesmal aus dem Finanz- und Automobilsektor. SoftBank Group verliert knapp 3 Prozent, Fast Retailing gibt leicht nach. Bei den Autobauern rutschen Honda und Toyota jeweils mehr als 1 Prozent ab, während Sumitomo Mitsui Financial und Mitsubishi UFJ Financial ähnlich deutlich nachgeben.
Dagegen stemmen sich die Exportwerte gegen den Trend. Sony und Panasonic legen jeweils fast 2 Prozent zu, Tokyo Electron gewinnt ebenfalls rund 2 Prozent. Besonders auffällig zeigen sich Rohstoff- und Maschinenbauwerte: Sumitomo Metal Mining springt fast 6 Prozent nach oben, Hitachi Construction Machinery gewinnt mehr als 4 Prozent. Auf der Verliererseite sticht Mercari mit einem Minus von mehr als 4 Prozent heraus.
Wall Street liefert Rückenwind, der nicht ankommt
Dabei waren die Vorzeichen aus den USA eigentlich positiv. Der Dow legte am Freitag um 1 Prozent auf 53.277 Punkte zu, Nasdaq und S&P 500 gewannen jeweils rund 0,4 Prozent. Auch die europäischen Indizes schlossen im Plus. Für die Wochenbilanz reichte das allerdings nicht – Nasdaq, S&P 500 und Dow verzeichneten auf Wochensicht allesamt Verluste.
Ein Belastungsfaktor bleibt der Ölmarkt: Die weiterhin gesperrte Straße von Hormus treibt die Sorgen um das globale Angebot, der Preis für WTI-Rohöl notierte zuletzt bei knapp 87 Dollar je Barrel. Am Devisenmarkt bewegt sich der Dollar im höheren 158-Yen-Bereich – ein schwacher Yen, der Exportwerte stützt, während er die Verunsicherung bei Bank- und Binnenwerten nicht ausgleichen kann.
Ob sich der Nikkei aus der wechselhaften Handelsspanne zwischen rund 65.650 und 66.100 Punkten lösen kann, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung an den Öl- und Anleihemärkten ab.
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