Nilfisk Holding A/S Aktie: Übernahme verzögert sich

Die geplante Übernahme von Nilfisk durch Freudenberg stockt aufgrund ausstehender Kartellgenehmigungen. Parallel präsentiert der Reinigungsspezialist schwache Jahreszahlen für 2025.

Nilfisk Holding A/S Aktie
Kurz & knapp:
  • Übernahmeangebotsfrist bis 8. April verlängert
  • 81 Prozent der Aktionäre haben bereits zugestimmt
  • Umsatzrückgang und stagnierendes organisches Wachstum 2025
  • Vorsichtige Prognose für das laufende Geschäftsjahr

Die geplante Übernahme von Nilfisk durch den deutschen Familienkonzern Freudenberg kommt nicht wie erhofft voran. Heute wurde die Angebotsfrist bis zum 8. April 2026 verlängert – ursprünglich sollte sie bereits gestern enden. Der Grund: Die Kartellbehörden lassen sich Zeit.

Während die US-Behörden grünes Licht gegeben haben, stehen alle anderen erforderlichen Genehmigungen noch aus. Für Nilfisk-Aktionäre bedeutet das erstmal Warten. Immerhin haben bereits rund 81 Prozent der Anteilseigner das Angebot angenommen – darunter die Großaktionäre Ferd AS, KIRKBI Invest und PrimeStone Capital sowie Vorstand und Management.

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Zahlen zeigen durchwachsenes Bild

Parallel legte Nilfisk heute seine Jahreszahlen für 2025 vor. Der Umsatz fiel um 3,1 Prozent auf 996,3 Millionen Euro. Organisch – also bereinigt um Währungseffekte und Verkäufe – stagnierte das Wachstum bei mageren 0,2 Prozent. CEO Jon Sintorn verweist allerdings darauf, dass das US-Geschäft durch einen Sondereffekt belastet wurde: Im ersten Halbjahr 2024 hatte man dort einen großen Auftragsrückstand abgearbeitet, was 2025 fehlte. Bereinigt hätte das organische Wachstum bei immerhin 3,2 Prozent gelegen.

Die operative Marge (EBITDA) vor Sonderposten erreichte 13,0 Prozent – ein Rückgang gegenüber 13,6 Prozent im Vorjahr. Belastend wirkten gestiegene Zölle, die nur teilweise durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden konnten. Regional lief es unterschiedlich: Während Europa und Asien mit Wachstumsraten von 2,3 beziehungsweise 3,9 Prozent zulegten, bremste Amerika mit einem Minus von 4,9 Prozent.

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Ausblick bleibt verhalten

Für 2026 zeigt sich Nilfisk vorsichtig. Das organische Wachstum soll zwischen minus einem und plus zwei Prozent liegen, die operative Marge bei 7,0 bis 9,0 Prozent. Die Prognose steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich Handelskonflikte nicht verschärfen und keine Rezession eintritt.

Für Freudenberg heißt es nun: Geduld haben. Karin Overbeck, CEO des Reinigungsbereichs bei Freudenberg, gibt sich optimistisch: „Die Zustimmung der größten Aktionäre zeigt, dass sie an die Vision eines globalen Marktführers glauben.“ Bis die Hochzeit vollzogen ist, wird es aber mindestens noch bis Mitte April dauern – sofern keine weiteren Verzögerungen dazwischenkommen.

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