Nintendo beendet ein weiteres mobiles Experiment. Der japanische Gaming-Konzern stellt im September 2026 den Dienst für Mario Kart Tour ein – gut sieben Jahre nach dem Launch. Das Spiel wird damit komplett unspielbar.
Die Aktie notiert am Mittwoch bei 38,20 Euro, ein Minus von 0,79 Prozent. Der Titel liegt damit 34 Prozent unter dem Jahresendstand 2025. Vom 52-Wochen-Hoch bei 85,22 Euro trennen die Aktie inzwischen mehr als 55 Prozent.
Schlussstrich unter eine Ära
Der Dienst endet am 29. September 2026 (23:00 Uhr Pazifikzeit). Nintendo hat bereits den Verkauf der Premiumwährung Rubies gestoppt. Auch neue Gold-Pass-Abonnements sind nicht mehr möglich. Ab August stellt Nintendo die Premium-Features allen Spielern kostenlos zur Verfügung – bis zur endgültigen Abschaltung.
Einen Offline-Modus wird es nicht geben. Nach der Serverschaltung im September verschwindet das Spiel komplett.
Mario Kart Tour war 2019 gestartet und erreichte im ersten Monat 120 Millionen Downloads. Der Titel galt als wichtiger Baustein von Nintendos Mobilstrategie, die gemeinsam mit dem japanischen Partner DeNA entwickelt wurde.
Tech-Sektor unter Druck
Der heutige Kursrückgang fällt in eine volatile Phase für den globalen Technologiesektor. Samsung verlor trotz eines operativen Gewinnsprungs um das 19-fache fast sieben Prozent – aus Sorge vor einer Chip-Zykluswende.
Nintendo reagiert empfindlich auf solche Entwicklungen. Der Konzern ist abhängig von stabilen Lieferketten und Komponentenpreisen. Die Aktie liegt derzeit nur gut sieben Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 35,63 Euro, das Ende Juni erreicht wurde.
Neuer Fokus
Die Einstellung folgt dem Muster anderer Mobile-Shutdowns. Erst im Oktober endet der Dienst für Final Fantasy VII Ever Crisis. Nintendo konzentriert sich zunehmend auf den Nachfolger der aktuellen Konsole.
Das mobile Geschäft war für den Konzern nie der große Durchbruch. Die finanziellen Ergebnisse hängen weiter am Kerngeschäft mit Konsolen und Spielen. Mit einem RSI von 47,9 zeigt die Aktie keine klare Richtung. Der Kurs bleibt knapp 30 Prozent unter der 200-Tage-Linie von 54,17 Euro – ein klares Zeichen für den anhaltenden Abwärtstrend.
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