Nintendo Aktie: Technologieinvestitionen evaluiert

Nintendo meldet einen massiven Gewinnsprung durch die Switch 2, hält aber die Jahresziele unverändert. Die Aktie reagiert verhalten auf die konservative Prognose.

Nintendo Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn steigt um mehr als 50 Prozent
  • Switch 2 als Haupttreiber des Umsatzbooms
  • Unveränderte, konservative Jahresprognose
  • Verhaltene Reaktion der Anleger auf Zahlen

Nintendo hat seine Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres (bis Ende Dezember) vorgelegt – und die haben es in sich. Der Nettogewinn schoss um satte 51 Prozent auf 358,9 Milliarden Yen (umgerechnet 2,31 Milliarden Dollar) in die Höhe. Der Umsatz verdoppelte sich nahezu auf 1,906 Billionen Yen. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 956,2 Milliarden Yen gewesen.

Der Treiber hinter diesem Boom ist klar: die Switch 2. Seit dem Verkaufsstart im Juni hat Nintendo bereits 17,4 Millionen Einheiten der neuen Konsole abgesetzt. Die Nachfrage ist real, der Hype spürbar. Die neue Generation kostet in den USA rund 450 Dollar und punktet mit größerem, reaktionsschnellerem Display sowie verbesserter Grafikleistung.

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Warum hält Nintendo trotzdem an der alten Prognose fest?

Hier wird es interessant. Trotz der glänzenden Neun-Monats-Bilanz bestätigt der japanische Spielekonzern seine Jahresprognosen unverändert. Bis Ende März sollen insgesamt 19 Millionen Switch-2-Konsolen verkauft werden – also nur noch knapp 1,6 Millionen zusätzliche Einheiten im letzten Quartal. Beim Umsatz rechnet Nintendo weiterhin mit 2,250 Billionen Yen (plus 93 Prozent), der Nettogewinn soll bei 350 Milliarden Yen landen (plus 25,5 Prozent).

Die Rechnung geht auf den ersten Blick nicht ganz auf. Die bisherigen Ergebnisse liegen bereits nahe an den Jahreszielen. Offenbar geht das Management von einer spürbaren Verlangsamung im Schlussquartal aus – oder es will bewusst konservativ bleiben, um später positiv überraschen zu können.

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Anleger reagieren verhalten

Die Aktie zeigt sich trotz der starken Zahlen zurückhaltend. Analysten hatten für das dritte Quartal mit einem Umsatz von etwa 5,45 Milliarden Dollar gerechnet – tatsächlich waren es nur rund fünf Milliarden. Diese Lücke könnte darauf hindeuten, dass die Switch 2 zwar stark startet, aber die ursprünglichen Erwartungen an das Momentum nicht ganz erfüllt. Die Switch der ersten Generation hatte während des Pandemie-Booms ihren Höhepunkt erlebt – diese Vergleichsbasis ist schwer zu knacken.

Bleibt die Frage: Ist der Switch-2-Hype schon eingepreist, oder folgt der nächste Schub im neuen Geschäftsjahr? Nintendo bleibt vorsichtig – die Börse auch.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.