Der japanische Autobauer schlittert tiefer in die roten Zahlen als erwartet. Heute veröffentlichte Nissan die Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025 – und die haben es in sich. Während das Unternehmen im Vorjahreszeitraum noch einen kleinen Gewinn von 5,15 Milliarden Yen auswies, steht nun ein Nettoverlust von 250,22 Milliarden Yen zu Buche. Für das Gesamtjahr wird die Lage noch düsterer: Nissan rechnet mit einem Verlust von 650 Milliarden Yen. Doch inmitten dieser Zahlen gibt es einen Silberstreif am Horizont.
Operativer Verlust kleiner als befürchtet
Die gute Nachricht: Der erwartete operative Verlust für das laufende Geschäftsjahr wurde deutlich nach oben korrigiert. Statt der zuvor prognostizierten 275 Milliarden Yen Minus rechnet das Management nun nur noch mit 60 Milliarden Yen. Das dritte Quartal brachte sogar einen operativen Gewinn von 17,5 Milliarden Yen – eine bemerkenswerte Wende nach den Verlusten der Vormonate. Zwar liegt diese Zahl noch 44 Prozent unter dem Vorjahreswert von 31,1 Milliarden Yen, doch angesichts des harten Gegenwinds durch US-Zölle ist das Ergebnis besser als von Analysten erwartet. Diese hatten im Schnitt mit einem Verlust von 81 Milliarden Yen gerechnet.
CEO Ivan Espinosa betonte im Analystengespräch die Fortschritte des Sanierungsplans „Re:Nissan“. Die Kostensenkungen zeigen Wirkung: Bereits 160 Milliarden Yen an Fixkosten wurden eingespart, das Ziel von über 200 Milliarden Yen für 2025 scheint erreichbar. Von ursprünglich 17 Produktionsstandorten werden nur noch zehn übrig bleiben – sieben Werke wurden bereits zur Schließung oder zum Verkauf angekündigt, darunter zuletzt das Werk in Südafrika.
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Verkäufe sinken – aber nicht überall
Die Verkaufszahlen bleiben problematisch. In den neun Monaten bis Ende Dezember 2025 gingen die weltweiten Absätze um 5,8 Prozent auf 2,26 Millionen Fahrzeuge zurück. Der Umsatz fiel auf 8,58 Billionen Yen, verglichen mit 9,14 Billionen Yen im Vorjahr. Für das Gesamtjahr erwartet Nissan nun Erlöse von 11,90 Billionen Yen – ein Rückgang von 5,8 Prozent.
Doch es gibt regionale Unterschiede: Während Japan mit einem Absatzminus von 17,7 Prozent und Europa mit minus neun Prozent schwächeln, hält sich Nordamerika erstaunlich stabil. Die Verkäufe stiegen dort sogar leicht um ein Prozent. Der Fokus auf US-produzierte Modelle wie Pathfinder, Frontier und Rogue zahlt sich aus – die Einzelhandelsverkäufe legten um drei Prozent zu. In China, lange Zeit ein Problemmarkt, zeigt sich seit Juni 2025 eine Trendwende. Im dritten Quartal sprangen die Verkäufe um 12,7 Prozent nach oben, getrieben durch den elektrischen N7 und den neuen Teana.
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Neue Modelle als Rettungsanker
Nissan setzt große Hoffnungen auf seine Produktoffensive. Der neue Leaf verzeichnete in Japan bereits 5.000 Bestellungen, der kompakte Roox kommt auf 40.000 Aufträge. In den USA kletterten die Verkäufe der neuen Sentra im Januar um 30 Prozent. Für die kommenden Monate plant das Unternehmen weitere Markteinführungen, darunter den Gravite in Indien und den Infiniti QX65. Die Strategie: schnellere Entwicklungszyklen und flexible Anpassung an Markttrends – etwa mit einer vorgezogenen Hybrid-Version des Rogue für den nordamerikanischen Markt, wo die Nachfrage nach Elektroautos stockt.
An der Tokioter Börse reagierte die Aktie mit einem leichten Plus von 0,46 Prozent auf 411 Yen. Ob die Erholung nachhaltig ist, hängt davon ab, ob Nissan den Turnaround tatsächlich schafft. Der massive Nettoverlust besteht größtenteils aus buchhalterischen Abschreibungen und Restrukturierungskosten – das operative Geschäft stabilisiert sich langsam. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob der Autobauer wieder auf die Überholspur findet.
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