Nach einem Kursanstieg von mehr als 130 Prozent innerhalb eines Jahres hat Nokia am Donnerstag eine empfindliche Korrektur erlebt. Die Aktie gab an der New Yorker Börse rund 6,5 Prozent nach— ein klassisches Muster nach einer Rallye dieser Größenordnung.
Rekordvolumen signalisiert Druck
Das Handelsvolumen war außergewöhnlich: Rund 126 Millionen Aktien wechselten den Besitzer, fast doppelt so viele wie im jüngsten Tagesdurchschnitt. Parallel dazu wurden über 62 Millionen Optionskontrakte gehandelt, was das gestiegene Interesse spekulativer Marktteilnehmer widerspiegelt.
Ausgelöst wurde der Abgabedruck offenbar durch Gewinnmitnahmen nach einer außergewöhnlichen Aufwärtsbewegung. Nokia hatte in den vergangenen zwölf Monaten rund 162 Prozent zugelegt— weit mehr als der Konkurrent Ericsson mit gut 45 Prozent im gleichen Zeitraum. Auch auf Eurobasis bleibt die Performance beeindruckend: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 87 Prozent im Plus, der 200-Tage-Durchschnitt liegt noch immer weit unter dem aktuellen Kursniveau von rund 10,44 Euro.
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Bewertung als Knackpunkt
Hinter den Gewinnmitnahmen steckt eine handfeste Bewertungsdiskussion. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist auf rund 95 gestiegen— für einen reifen Telekommunikationsausrüster ein ungewöhnlich hohes Niveau. Nokia profitiert zwar von Aufträgen im Bereich offener 5G-Architekturen und optischer Vernetzung für KI-Rechenzentren, doch ob diese Wachstumsfantasie den aktuellen Kurs rechtfertigt, ist unter Analysten umstritten.
UBS etwa stuft die Aktie mit „Hold“ ein und argumentiert, dass die Kursgewinne die Chancen aus dem Hyperscaler- und Rechenzentrumssegment bereits vollständig eingepreist haben. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 9,71 Dollar— und damit unterhalb des aktuellen Handelsniveaus. Immerhin: Zwölf Analysten halten an einer Kaufempfehlung fest, und die Gewinnschätzungen für 2027 wurden zuletzt auf 48 Cent je Aktie angehoben.
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Dividende als Randnotiz
Am selben Tag floss die erste Dividendentranche für das Geschäftsjahr 2025 an die Aktionäre— 0,04 Euro je Aktie. Die Hauptversammlung hatte Anfang April eine Gesamtausschüttung von bis zu 0,14 Euro je Aktie genehmigt, sodass noch weitere 0,10 Euro zur Auszahlung ausstehen.
Der Rücksetzer der vergangenen Woche— minus knapp fünf Prozent auf Sieben-Tage-Sicht— bringt Nokia vom jüngsten 52-Wochen-Hoch bei 11,48 Euro auf Abstand. Ob die Konsolidierung anhält oder die starken Fundamentaldaten im 5G- und 6G-Zyklus neue Käufer anziehen, wird sich an den nächsten Quartalszahlen und der weiteren Auftragslage ablesen lassen.
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