Die Rekordjagd ist vorerst gestoppt. Nach einer monatelangen Rallye stürzte die Nokia-Aktie am Donnerstag um fast sechs Prozent auf 13,60 Euro ab. Ein plötzlicher Ausverkauf bei KI-Netzwerkwerten riss das finnische Papier mit in die Tiefe. Erst am Vortag hatte der Kurs mit 14,97 Euro ein 17-Jahres-Hoch markiert.
Broadcom-Schock zieht Kreise
Der Auslöser für den Kursrutsch kam aus den USA. Broadcom enttäuschte die hohen Erwartungen der Wall Street. Der kalifornische Chip-Gigant verfehlte mit seiner Umsatzprognose für KI-Chips die Analystenschätzungen. Parallel dazu weigerte sich das Management, das langfristige KI-Umsatzziel anzuheben.
Investoren reagierten heftig. Broadcom-Aktien brachen nachbörslich um mehr als zwölf Prozent ein. Über 300 Milliarden Dollar an Marktwert lösten sich in Luft auf. Ein schwacher Gesamtmarkt verstärkte den Druck auf hoch bewertete Momentum-Aktien.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nokia?
Starkes Fundament, hohe Bewertung
Nokia gilt in Europa als seltener Profiteur des KI-Infrastruktur-Booms. Das Unternehmen liefert kritische Netzwerktechnik für Rechenzentren. Diese Position bescherte der Aktie seit Jahresbeginn ein massives Plus von 144 Prozent. Entsprechend anfällig reagiert der Kurs nun auf Stimmungsschwankungen im Sektor.
Operativ läuft das Geschäft auf Hochtouren. Im ersten Quartal 2026 kletterte der vergleichbare Betriebsgewinn um 54 Prozent auf 281 Millionen Euro. Die Umsätze mit KI- und Cloud-Kunden stiegen um fast die Hälfte. CEO Justin Hotard hob daraufhin die Wachstumsprognose für die Netzwerksparte deutlich an.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nokia?
Lieferketten als Nadelöhr
Ein genauerer Blick offenbart jedoch Schwachstellen. Der Umsatz im Bereich Festnetze schrumpfte zuletzt spürbar. Währenddessen verlängern sich die Lieferzeiten in der gesamten KI-Lieferkette. Neue optische Produkte des Konzerns gehen erst in der zweiten Jahreshälfte 2027 in die Massenproduktion.
Verzögern Cloud-Anbieter ihre Investitionen, könnte die Geduld der Investoren schnell enden. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 96 lässt keinen Raum für Enttäuschungen. Die Aktie ist teuer bezahlt.
Der nächste Härtetest steht bereits im Kalender. Am 23. Juli präsentiert Nokia die Zahlen für das zweite Quartal. Das Management rechnet beim Betriebsgewinn mit einem Ergebnis leicht über der Mitte der Zielspanne von 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro. Ein möglicher Aufstieg in den Euro Stoxx 50 im September könnte im Herbst zusätzliche Käufer anlocken.
Nokia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nokia-Analyse vom 4. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Nokia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nokia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nokia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

