Nokia Aktie: Deutsche Bank hebt auf 8,50 Euro

Nokia positioniert sich als KI-Infrastrukturanbieter und überzeugt mit starkem Quartalsergebnis. Analysten heben Kursziele an.

Nokia Aktie
Kurz & knapp:
  • Fokus auf KI- und Cloud-Lösungen
  • Deutsche Bank erhöht Kursziel auf 8,50 Euro
  • Umsatzplus von 49 Prozent bei KI-Kunden
  • Aktie mit 114 Prozent Plus seit Jahresstart

Nokia verändert seine Investmentstory. Aus dem klassischen Netzwerkausrüster wird ein Anbieter für KI- und Cloud-Infrastruktur. Der Markt spielt diese Wende bereits hart, denn die Bewertung läuft den alten Geschäftsbereichen davon.

Analysten folgen dem KI-Narrativ

Die Deutsche Bank hob am 15. Mai 2026 ihr Kursziel für Nokia von 7,50 auf 8,50 Euro an. Das Votum bleibt bei „Buy“, begründet mit der stärkeren Position in KI-getriebenen Netzen.

JPMorgan liegt mit 12,00 Euro deutlich höher. Argus bewertet die US-ADRs ebenfalls mit „Buy“ und nennt ein Ziel von 15,00 Dollar.

Der gemeinsame Nenner ist die erwartete Nachfrage aus Rechenzentren. Nokia rechnet für den adressierbaren Markt mit einem jährlichen Wachstum von 27 Prozent bis 2028.

Rally mit Gewinnmitnahmen

Zur Wochenmitte sprang die Aktie um rund 10,5 Prozent und erreichte bei 12,55 Euro den höchsten Stand seit April 2010. Der Auslöser war nicht nur charttechnisch.

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Investoren setzen darauf, dass AI-RAN-Lösungen und die Zusammenarbeit mit Nvidia neue Nachfrage öffnen. Das macht Nokia plötzlich interessanter für Anleger, die sonst eher Chip- und Cloudwerte kaufen.

Am Freitag schloss die Aktie bei 11,96 Euro und verlor 4,13 Prozent. Auf Wochensicht bleibt ein Plus von 10,08 Prozent.

Seit Jahresanfang bleibt der Zuwachs mit 114,80 Prozent auffällig; über zwölf Monate liegt er bei 157,98 Prozent. Gewinnmitnahmen wirken nach so einem Lauf nicht überraschend.

Zahlen stützen die Wende

Nokia erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 4,497 Milliarden Euro, ein Plus von 2 Prozent. Das Wachstum kam vor allem aus der Netzwerkinfrastruktur.

Bei KI- und Cloud-Kunden stiegen die Erlöse um 49 Prozent. Genau dort will der Konzern stärker wachsen, weil Hyperscaler immer mehr Kapazität für Datenverkehr und KI-Workloads brauchen.

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Unter dem Strich verdiente Nokia 87 Millionen Euro, nach einem Verlust von 60 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das ist mehr als eine Erholung von einer schwachen Vergleichsbasis.

Der vergleichbare operative Gewinn stieg um 54 Prozent auf 281 Millionen Euro. Beim vergleichbaren verwässerten Gewinn je Aktie meldete der Konzern 0,05 Euro.

Parallel dazu räumt Nokia das Portfolio auf. Der Konzern hat den Verkauf seines Fixed-Wireless-Access-Geschäfts an Inseego angekündigt.

Im gleichen Schritt will Nokia dort als strategischer Investor engagiert bleiben und eine Beteiligung von 11 Prozent halten. Das bindet weniger Kapital im Hardwaregeschäft und lenkt Ressourcen auf optische Netze und IP-Netze.

Die Aktie handelt nun eher wie ein KI-Infrastrukturwert als wie ein alter Telekomzulieferer. Nokia muss diese neue Rolle mit Aufträgen aus Rechenzentren und höheren Margen unterfüttern. Sonst werden Gewinnmitnahmen wie am Freitag schnell zum Stresstest.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.