Die Nokia-Aktie verzeichnet am Donnerstag einen dramatischen Absturz von über 10 Prozent an der New York Stock Exchange auf 6,13 US-Dollar. Auslöser für den Kursrutsch: Das Zahlenwerk für das Schlussquartal 2025 und der Ausblick für 2026 enttäuschten die Anleger.
Operativ solide, strategisch umstritten
Im vierten Quartal 2025 erzielte Nokia einen Umsatz von 6,12 Milliarden Euro – ein organisches Plus von drei Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis sank zwar um drei Prozent auf 1,05 Milliarden Euro, lag damit aber immer noch über den Analystenschätzungen von 1,01 Milliarden Euro. Unter dem Strich brach der Gewinn allerdings um ein Drittel ein.
Der Knackpunkt: Während die Quartalszahlen für sich genommen solide ausfielen, stieß der Ausblick für das Segment Netzwerkinfrastruktur auf Skepsis. Analysten hatten hier offenbar deutlich mehr erwartet.
Gemischte Signale aus den Geschäftsbereichen
Die Entwicklung der einzelnen Sparten zeigt ein uneinheitliches Bild. Das Segment Netzinfrastruktur legte organisch um sieben Prozent zu – getrieben von der anhaltenden Nachfrage nach Anbindung von KI-Rechenzentren. Für 2026 peilt Nokia hier ein Wachstum von 6 bis 8 Prozent an.
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Im Mobilfunkgeschäft verzeichnete der Konzern ein Plus von sechs Prozent. Schwächer lief es dagegen in den Bereichen Cloud und Technology, wo die Erlöse rückläufig waren.
Was bringt die neue Struktur?
Parallel zur Zahlenvorlage präsentierte Nokia am Donnerstag eine umfassende Neuorganisation seiner Berichtsstruktur, die ab dem 1. Januar 2026 gilt. Die Neuaufstellung gliedert den Konzern in vier Segmente: Network Infrastructure, Mobile Infrastructure, Portfolio Businesses sowie Group Common and Other.
Die recast Zahlen für 2025 und 2024 unter der neuen Struktur zeigen deutliche Verschiebungen: Network Infrastructure steigerte den Jahresumsatz 2025 auf 7,6 Milliarden Euro nach 6,3 Milliarden Euro 2024. Das Betriebsergebnis kletterte auf 770 Millionen Euro von 718 Millionen Euro – allerdings sank die operative Marge auf 10,1 Prozent von zuvor 11,4 Prozent.
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Mobile Infrastructure musste dagegen Federn lassen: Der Jahresumsatz 2025 fiel auf 11,4 Milliarden Euro nach 12,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Betriebsergebnis schrumpfte auf 1,5 Milliarden Euro von 2,1 Milliarden Euro, die Marge rutschte von 17,3 auf 13,4 Prozent.
Vorsichtige Töne für Q1 2026
Für das laufende erste Quartal 2026 dämpft das Management die Erwartungen: Nokia rechnet mit einem stärker als saisonal üblich ausfallenden Umsatzrückgang. Die operative Marge soll nur knapp über dem Vorjahresniveau liegen.
Für das Gesamtjahr 2026 stellt der Konzern einen bereinigten operativen Gewinn zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro in Aussicht – nach 2,0 Milliarden Euro im Jahr 2025. Ob diese Spanne die Börse überzeugen kann, bleibt abzuwarten. Der heutige Kurseinbruch jedenfalls spricht eine deutliche Sprache: Die Anleger wollten mehr sehen.
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