Nokia nutzt den Mobile World Congress in Barcelona, um eine klare Botschaft zu senden: Die nächste Mobilfunk-Generation soll „AI-native“ werden – und man will dabei vorne mitspielen. Im Zentrum stehen KI-gestützte Funkzugangsnetze (AI-RAN), neue Partner-Tests und ein Hardware-Update. Doch wie schnell wird aus der Messe-Show ein messbarer Geschäftsschub?
MWC als Kurstreiber: Warum der Markt reagierte
Auf dem MWC 2026 stellte Nokia eine strategische Ausrichtung vor, die stark auf AI-RAN einzahlt – also auf Mobilfunknetze, bei denen klassische Netzfunktionen und KI-Workloads zusammen gedacht werden. Genau das ist für Betreiber interessant, weil der Datenhunger durch KI-Anwendungen im Mobilfunk (z.B. generative KI, Video, neue Edge-Services) zunimmt und Netze effizienter und „smarter“ werden müssen.
Der Markt bekam dabei nicht nur Visionen, sondern auch konkrete Signale: neue Integrationen bei Kunden, erfolgreich absolvierte Funktionstests und Live-Demos. Gestern schloss die Aktie bei 7,03 Euro – ein neues 52‑Wochen-Hoch.
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NVIDIA-Partnerschaft: Vom Konzept zur Praxis
Ein Schwerpunkt war die vertiefte AI-RAN-Partnerschaft mit NVIDIA. Nokia berichtete über Fortschritte bei Kundenintegrationen und Tests von GPU-beschleunigtem AI-RAN. Der Kern der Idee: Funknetz-Software und KI-Aufgaben sollen auf derselben, leistungsfähigen Compute-Plattform laufen – statt getrennte Silos zu betreiben.
Dabei arbeitet Nokia laut den Ankündigungen mit mehreren großen Netzbetreibern zusammen, darunter BT, Elisa, NTT DOCOMO und Vodafone. Zusätzlich wurden Tests mit T-Mobile U.S. genannt: In einem Laborumfeld unterstützte Nokias AirScale-Massive-MIMO-Funktechnik (3,7 GHz) Endgeräte-Anwendungen wie Videostreaming, generative KI-Anfragen und KI-basierte Untertitelung. Ein weiteres Signal kam von SoftBank: Dort wurde demonstriert, wie freie Rechenkapazität im AI-RAN für Drittanbieter-KI-Aufgaben genutzt werden könnte – als möglicher Hebel für neue Erlösquellen jenseits reiner Konnektivität.
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Neue „Doksuri“-Radios und ein klarer Zeitplan
Auch bei der Hardware will Nokia die Basis für die KI-Ära legen. Mit den neuen Doksuri Remote Radio Heads (AirScale-Portfolio) stellt das Unternehmen Energieeffizienz, Leistung und einfachere Installation in den Vordergrund. Genannt wurden bis zu 30% bessere Energieeffizienz, ein bis zu 25% leichteres Design sowie eine Montagelösung, die die Installationszeit um bis zu 70% senken soll. Technologisch setzt Nokia dabei auf die hauseigene ReefShark-SoC-Plattform, um mehr „Intelligenz“ direkt in die Funk-Einheit zu bringen – relevant vor allem für steigende Upload-Anforderungen künftiger Anwendungen.
Wichtig für Anleger: Nokia nannte auch einen Zeitrahmen. Für 2026 ist der erste kommerzielle Test geplant, 2027 soll das erste kommerzielle Release folgen. Parallel gab das Unternehmen eine Zielspanne für den operativen Vergleichsgewinn 2026 von 2,0 bis 2,5 Mrd. Euro aus und setzte ein Langfristziel für 2028 von 2,7 bis 3,2 Mrd. Euro.
Im Hintergrund zeichnet sich zudem ein strategischer Lagerkampf ab: Während Ericsson stärker auf eigenes Spezial-Silizium setzt, bindet Nokia seine AI-RAN-Story eng an NVIDIAs Rechenplattform. Ob das am Ende zum Vorteil wird, dürfte sich an der Umsetzung in den kommerziellen Trials ab 2026 und den daraus folgenden Aufträgen entscheiden.
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