Nokia Aktie: Zahlen-Countdown!

Vor den Quartalszahlen ist die Analystenmeinung zu Nokia gespalten. Während die Bank of America das Kursziel massiv anhebt, warnen andere vor einer Überbewertung.

Nokia Aktie
Kurz & knapp:
  • Bank of America hebt Kursziel drastisch an
  • Santander stuft auf Underperform ab
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch
  • Erster Quartalsbericht nach neuer Segmentierung

Starke Kursgewinne, plötzliche Rücksetzer – bei Nokia klaffen Euphorie und Skepsis derzeit weit auseinander. Nach einer massiven Hochstufung durch die Bank of America schoss das Papier auf ein neues Mehrjahreshoch, nur um kurz darauf wieder Federn zu lassen. Der schnelle Richtungswechsel zeigt eine tief gespaltene Wall Street unmittelbar vor den anstehenden Quartalszahlen.

Rückenwind durch KI und Geopolitik

Die Bank of America (BofA) hat das Kursziel für den finnischen Netzwerkausrüster drastisch von 6,87 Euro auf 10,70 Euro angehoben. Analyst Oliver Wong sieht Nokia als Hauptprofiteur beim Ausbau europäischer Rechenzentren. Die Übernahme von Infinera im Jahr 2025 erweist sich hier als strategischer Hebel, um bei großen US-Cloud-Anbietern Fuß zu fassen. Wong prognostiziert für die Sparte der optischen Netzwerke ein jährliches Umsatzwachstum von 17 Prozent bis 2028.

Parallel dazu spielt die Geopolitik den Finnen in die Karten. Da europäische Staaten chinesische Anbieter wie Huawei aus Sicherheitsgründen zunehmend ausschließen, beschleunigt sich der Austausch alter Infrastruktur. BofA taxiert die Gewinnschätzungen für die kommenden Jahre 13 bis 15 Prozent über dem Marktkonsens. Das signalisiert, dass der Markt die Transformation im Bereich der optischen Netzwerke noch nicht vollständig eingepreist hat.

Analysten im Widerstreit

Auf der anderen Seite formiert sich Widerstand. Die Grupo Santander stufte Nokia kürzlich auf „Underperform“ ab und rief bei einem Kursziel von 6,85 Euro explizit zu Gewinnmitnahmen auf. SEB Equities zog mit einer Senkung auf „Hold“ nach. Kritiker verweisen auf sinkende mehrjährige Umsatztrends und eine ambitionierte Bewertung.

Tatsächlich hat die Aktie einen rasanten Lauf hinter sich. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von fast 89 Prozent auf der Anzeigetafel. Aktuell pendelt der Kurs bei 8,49 Euro und notiert damit nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch von 8,66 Euro. Mit einem RSI von 69 kratzt das Papier an der überkauften Zone. Jefferies hält indes an seiner Kaufempfehlung und einem Ziel von 8,80 Euro fest. Die Analysten stufen das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 26 als vertretbar für Investoren ein, die auf KI-Wachstum setzen.

Der Blick auf den 23. April

Am 23. April legt Nokia seinen Bericht für das erste Quartal 2026 vor. Dieser Termin markiert eine Zäsur für das Unternehmen. Erstmals präsentiert das Management die Finanzdaten nach der neuen, im Januar in Kraft getretenen Segmentstruktur. Diese rückt die Netzwerkinfrastruktur als zentralen Wachstumstreiber für den globalen KI-Ausbau in den Fokus.

Das Management rechnet für das Auftaktquartal mit einem Umsatzrückgang, der den historischen saisonalen Schnitt von rund 24 Prozent übertreffen dürfte. Investoren erhalten mit dem Bericht den ersten ungefilterten Einblick in die Profitabilität der umgebauten Sparten. Die vorgelegten Margen und der Auftragseingang werden den Ausschlag geben, ob das bullische BofA-Szenario greift oder die Skeptiker Recht behalten.

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