Einst war Nokia das Synonym für Mobiltelefone. Heute treibt das finnische Unternehmen die Rechenzentren der Künstlichen Intelligenz an. Dieser strategische Umbau zahlt sich an der Börse massiv aus. Die Aktie kletterte auf das höchste Bewertungsniveau seit November 2008.
Milliardenaufträge im Cloud-Geschäft
Der Haupttreiber für diese Rally ist eine deutliche Verschiebung der Umsatzquellen. Im ersten Quartal 2026 sicherte sich Nokia neue Cloud-Verträge im Wert von rund einer Milliarde Euro. Hyperscaler und Rechenzentrumsbetreiber rüsten ihre Netzwerke massiv auf, um die steigenden KI-Arbeitslasten zu bewältigen.
Das schlägt sich in den Büchern nieder. Die Erlöse in den Technologie- und Cloud-Sparten schossen im Jahresvergleich um 49 Prozent in die Höhe. Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg derweil moderat um vier Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.
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Profitabilität übertrifft Erwartungen
Der Fokus auf margenstarke Infrastruktur-Lösungen verbessert die Ertragskraft spürbar. Nokia erwirtschaftete im abgelaufenen Quartal einen operativen Gewinn von 281 Millionen Euro. Damit übertraf das Management die Markterwartungen deutlich. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Gewinnsprung von 54 Prozent.
Besonders das Geschäft mit optischen Netzwerken floriert. Diese Technologie ist für die schnelle Datenübertragung in KI-Rechenzentren unerlässlich. Hier verzeichneten die Finnen ein Umsatzplus von 20 Prozent. Das Management positioniert den Konzern gezielt als Kraftzentrum für Netzwerkinfrastruktur, um vom aktuellen KI-Superzyklus zu profitieren.
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Solider Trend trotz heißgelaufener Indikatoren
Die rasante Aufwärtsbewegung spiegelt sich in den Kursdaten wider. Am Dienstag markierte das Papier bei 11,22 Euro ein neues Jahreshoch. Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie um rund 154 Prozent zugelegt.
Der Abstand zur langfristigen 200-Tage-Linie fällt mit über 97 Prozent mittlerweile massiv aus. Kein Wunder, dass Anleger nach der jüngsten Rally kurzzeitig nervös reagierten. Nachdem der Relative-Stärke-Index am Montag noch tief im überkauften Bereich lag, hat sich der Indikator aktuell auf einen Wert von 60,6 abgekühlt.
Analysten werten das dicke Auftragsbuch im Bereich der optischen und IP-Netzwerke als Zeichen für eine strukturelle Nachfrage. Der aktuelle Wachstumskurs stützt sich auf fundamentale Veränderungen im Markt, nicht auf kurzfristige Trends. Während das traditionelle Geschäft mit Mobilfunknetzen stagniert, beschleunigt sich der Ausbau der KI-Netzwerkinfrastruktur weiter.
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