Nordea Aktie: Solide Zahlen mit Licht und Schatten

Die finnische Großbank übertrifft Gewinnerwartungen, verzeichnet aber sinkende Zinserträge. Das starke Provisions- und Handelsgeschäft sowie eine erhöhte Dividende bieten Gegenpol.

Nordea Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn übertrifft Analystenschätzungen
  • Zinserträge schwächeln, Provisionserlöse steigen
  • Dividende für 2025 leicht über Erwartungen
  • Starke Kapitalbasis mit ambitionierten Zielen für 2026

Die finnische Großbank hat ihre Bücher für das vierte Quartal geöffnet – und liefert ein durchwachsenes Bild. Der Nettogewinn kletterte auf 1,16 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenschätzungen von 1,145 Milliarden Euro. Auch beim operativen Ergebnis lag das Institut mit 1,5 Milliarden Euro leicht über den Erwartungen.

Doch der erste Blick täuscht. Denn das Zinsgeschäft, traditionell das Kerngeschäft jeder Bank, schwächelt. Die Nettozinserträge gaben im Jahresvergleich um 5 Prozent nach und erreichten 1,8 Milliarden Euro. Grund dafür waren sinkende Kredit- und Einlagenmargen, die nur teilweise durch höhere Volumina ausgeglichen werden konnten.

Kann das Provisionsgeschäft die Lücke schließen?

Hier zeigt sich ein Lichtblick: Die Provisions- und Gebührenerlöse legten um 3 Prozent im Jahresvergleich zu und übertrafen die Erwartungen um ein Prozent. Besonders das Vermögensverwaltungsgeschäft entwickelte sich stark. Die verwalteten Vermögen stiegen um 22 Milliarden Euro auf beachtliche 478 Milliarden Euro – getrieben durch positive Marktentwicklung und anhaltenden Mittelzufluss.

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Auch im Handelsgeschäft lief es besser als gedacht. Mit 257 Millionen Euro lag das Handelsergebnis über der Konsensschätzung von 245 Millionen Euro. Eine gestiegene Kundenaktivität bei Devisenprodukten sorgte für den Anstieg.

Starke Kapitalbasis trotz leichtem Rückgang

Die harte Kernkapitalquote (CET1) liegt bei 15,7 Prozent – zehn Basispunkte besser als erwartet, aber 20 Basispunkte niedriger als im Vorquartal. Dennoch verfügt Nordea über einen komfortablen Puffer von 190 Basispunkten über den regulatorischen Mindestanforderungen.

Für die Aktionäre gibt es gute Nachrichten: Die Gesamtdividende für 2025 beträgt 0,96 Euro je Aktie und liegt damit leicht über den Analystenschätzungen von 0,95 Euro. Darüber hinaus plant der Vorstand eine Zwischendividende für 2026, die etwa 50 Prozent des Halbjahresgewinns entsprechen soll.

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Ambitionierte Ziele für 2026

Für das laufende Jahr peilt die Bank eine Eigenkapitalrendite von über 15 Prozent an – nach 15,5 Prozent im Vorjahr. Die Aufwand-Ertrag-Relation soll ohne Regulierungsgebühren bei rund 45 Prozent liegen, verglichen mit 46 Prozent im Gesamtjahr 2025.

Parallel dazu setzt das Management auf langfristige Anreize: Ein neues aktienbasiertes Vergütungsprogramm für 2026-2028 wurde aufgelegt. Rund 70 Führungskräfte können sich über maximal 1,67 Millionen Aktien freuen – allerdings nur bei außergewöhnlichen Leistungen in Bereichen wie Gesamtaktionärsrendite, Gewinn je Aktie und ESG-Kennzahlen.

Die Risikovorsorge blieb mit 49 Millionen Euro im Rahmen der Erwartungen. Das Institut löste sogar 17 Millionen Euro aus seinem Management-Puffer auf, von dem noch 276 Millionen Euro verbleiben.

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