Neue Windparkaufträge aus der Türkei und Deutschland — und trotzdem gab die Nordex-Aktie am Donnerstag nach. Dieses Muster ist nicht neu, erklärt sich aber durch die Projektstruktur: Die Umsatzwirkung der jetzt vermeldeten Projekte trifft erst 2027 und 2028 in den Büchern ein.
Drei Projekte, zwei Märkte
Den größten Einzelauftrag bildet der türkische Windpark „R25-Balıkesir-2″ für eine Tochter der Efor Holding. Nordex liefert 18 Anlagen des Typs N175/6.X in der Kaltklima-Variante auf 119-Meter-Stahlrohrtürmen — Montagebeginn März 2027, Inbetriebnahme August 2027. In der Türkei hält Nordex seit 2017 einen Marktanteil von rund 34 Prozent und baut diese Position damit weiter aus.
In Deutschland kommen zwei Projekte hinzu: das Repowering-Projekt „Lütau 2″ in Schleswig-Holstein mit sieben N149/5.X-Anlagen auf 68,4 MW Gesamtleistung sowie der Windpark „Frettertal“ im Sauerland mit fünf Turbinen des Typs N163/6.X. Letzterer soll erst Anfang 2028 ans Netz gehen.
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Servicegeschäft als Stabilitätsanker
Bemerkenswert an der Auftragsrunde sind die angehängten Wartungsverträge. Für die deutschen Projekte sicherte sich Nordex jeweils 20-jährige Servicevereinbarungen, für das türkische Projekt immerhin zehn Jahre. Das Servicegeschäft ist für Nordex — mit einem Konzernumsatz von rund 7,6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 — ein wichtiger Hebel zur Margenstabilisierung, da es planbare Cashflows über das volatile Anlagengeschäft hinaus schafft.
Trotz dieser strukturellen Stärke reagierte der Markt verhalten. Der Kurs gab zeitweise um 3,1 Prozent nach, was angesichts des langen Zeithorizonts bis zur Umsatzrealisierung wenig überrascht. Gemessen am 52-Wochen-Tief von 14,20 Euro hat die Aktie ihren Wert mehr als verdreifacht — das Aufwärtspotenzial in der jüngsten Auftragsmeldung ist für viele Investoren offenbar bereits eingepreist.
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