Der Windanlagenbauer sammelt in Rumänien einen Auftrag nach dem anderen ein – trotzdem gibt die Aktie am Montag nach. Ein Widerspruch, der zeigt: operative Stärke schlägt sich nicht automatisch in Kursgewinnen nieder.

Neuer Auftrag aus Rumänien

Der schwedische Projektentwickler OX2 hat bei Nordex elf Turbinen des Typs N175/6.X für den Windpark Urleasca bestellt, die Gesamtleistung liegt bei 77 Megawatt. Hinzu kommt ein Servicevertrag über 35 Jahre. Der Bau soll im dritten Quartal 2026 beginnen, die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2028 vorgesehen – anschließend übernimmt das norwegische Unternehmen Scatec die Anlagen.

Der Deal reiht sich in eine lange Serie ein. In den vergangenen Monaten hat Nordex in Rumänien Aufträge über mehr als 500 Megawatt gesichert. Erst Anfang Juli hatte das Unternehmen für das zweite Quartal neue Bestellungen über 3,1 Gigawatt vermeldet.

Aktie kommt nicht vom Fleck

Trotz der Nachrichtenflut blieb die Kursreaktion verhalten. Am Vormittag notierte die Aktie noch leicht im Plus, drehte im Handelsverlauf aber ins Minus und lag zeitweise bei 37,78 Euro – ein Rückgang von 1,72 Prozent. Charttechnisch bleibt die Marke von 40 Euro die nächste Hürde. Ein Sprung über die 50-Tage-Linie bei 41,85 Euro würde ein frisches Kaufsignal liefern.

Parallel dazu meldete die Fondsgesellschaft DWS Investment eine leicht erhöhte Beteiligung an Nordex. Zum 30. Juli 2026 überschritt der Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 Prozent – aktuell hält DWS 3,09 Prozent inklusive Instrumente.

Operativ liefert Nordex damit einen weiteren Baustein für die Auftragsbücher bis über 2028 hinaus. Für den Kurs zählt vorerst etwas anderes: ob die 40-Euro-Marke fällt und der Weg zur 50-Tage-Linie frei wird.