Fünfzehn Finanzinstitute, ein Konsortium, ein klares Signal: Nordex hat sich frisches Kapital gesichert – und das zu deutlich besseren Konditionen als bisher. Die neue Garantiefazilität ist mehr als eine technische Fußnote im Zahlenwerk. Sie markiert nach Aussage des Unternehmens den Abschluss eines mehrjährigen Umbaus.
2,475 Milliarden Euro für fünf Jahre
Die Nordex Group hat eine ESG-gebundene syndizierte Multiwährungs-Garantiefazilität mit einem Gesamtvolumen von 2,475 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Laufzeit reicht bis 2031, arrangiert wurde das Paket von Commerzbank, Intesa Sanpaolo und UniCredit Bank. Insgesamt 15 Finanzinstitute haben ihre Zusagen gegeben – ein Konsortium dieser Größe unterstreicht, wie viel Vertrauen die Kreditgeber dem Windanlagenbauer inzwischen entgegenbringen.
Solche Garantiefazilitäten sind in der Windenergiebranche kein Kredit im klassischen Sinn, sondern ein Instrument zur Absicherung von Kundenprojekten und vertraglichen Verpflichtungen. Für Nordex bedeutet das erweiterte Volumen vor allem eines: mehr Spielraum, um Auftragschancen tatsächlich in feste Bestellungen zu verwandeln und den bestehenden Auftragsbestand ohne Finanzierungsengpässe abzuarbeiten.
CFO spricht vom Ende des Turnarounds
Finanzvorstand Ilya Hartmann ordnet die Refinanzierung als Schlusspunkt einer über fünfjährigen Transformation ein – nach Bilanzsanierung und operativer Neuausrichtung sei nun auch die Finanzierungsseite auf ein industrielles Niveau gehoben. Die verbesserten Konditionen, darunter niedrigere Finanzierungskosten für Garantien, wertet das Unternehmen als Beleg für das gestiegene Vertrauen der Bankpartner in die langfristige Geschäftsentwicklung.
Zum Kontext: Die Nordex Gruppe kam 2025 auf einen Konzernumsatz von rund 7,6 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit mehr als 11.100 Mitarbeiter. Mit der neuen Fazilität im Rücken rückt nun der für den 29. Juli angekündigte Halbjahresbericht in den Blick – er dürfte zeigen, ob sich das gewonnene Vertrauen der Banken auch operativ in Zahlen niederschlägt.
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