Der Hamburger Windkraftbauer hat gemeinsam mit dem Projektentwickler UKA den Windpark Mahlsdorf in Brandenburg offiziell in Betrieb genommen. Das Projekt markiert den weltweit ersten parkweiten Einsatz des neuen Anlagentyps N175/6.X. Damit positioniert sich das Unternehmen gezielt für den weiteren Ausbau an windschwächeren Binnenland-Standorten in Europa.
Spezialturbinen für das Binnenland
Zehn Turbinen der Delta4000-Plattform mit einer Nennleistung von jeweils 6,8 Megawatt erzeugen nun auf 179 Meter hohen Hybridtürmen sauberen Strom. Insgesamt umfasst der Park eine Kapazität von 68 Megawatt. Die N175/6.X-Anlage wurde speziell konzipiert, um auch abseits der stürmischen Küstenregionen hohe Energieerträge zu erzielen.
Das Timing der Inbetriebnahme fällt mit neuen Ausschreibungsrunden der Bundesnetzagentur zusammen. Die Behörde eröffnete am Montag ein Volumen von 2,5 Gigawatt für Onshore-Windkraft. Branchenexperten wie UKA-Geschäftsführer Gernot Gauglitz rechnen ab Mai 2026 mit einer dauerhaften Überzeichnung künftiger Ausschreibungen. Dieser hohe Realisierungsdruck im deutschen Onshore-Markt spielt Herstellern mit spezialisierten Binnenland-Turbinen direkt in die Karten. Um die lokale Akzeptanz für solche Großprojekte zu erhöhen, greifen in Mahlsdorf zudem neue gesetzliche und freiwillige Abgabenregelungen, die umliegende Gemeinden finanziell beteiligen.
Operativer Fortschritt stützt den Kurs
An der Börse reagierten Anleger routiniert auf den operativen Meilenstein. Die Papiere verzeichneten am Montag einen leichten Rückgang um 0,19 Prozent auf einen Schlusskurs von 43,12 Euro. Angesichts eines massiven Kurszuwachses von gut 201 Prozent auf Jahressicht konsolidiert der Titel derzeit auf hohem Niveau. Der Abstand zum erst Mitte März markierten 52-Wochen-Hoch von 46,18 Euro fällt mit knapp sieben Prozent moderat aus.
Das Mahlsdorf-Projekt dient Nordex nun als wichtige Referenzanlage für die weitere Expansion. Für das Jahr 2027 stehen bereits konkrete Folgeprojekte in Sachsen-Anhalt sowie Anlagen mit Nabenhöhen von bis zu 199 Metern in Nordrhein-Westfalen im Auftragsbuch. Parallel dazu sichert der jüngste Verkauf eines 50-Prozent-Anteils am Projekt Zeitz durch European Energy die Realisierung eines weiteren Windparks mit sechs Nordex-Turbinen, dessen Netzanschluss zwischen November 2026 und Februar 2027 erfolgen soll.
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