Norsk Hydro hat heute die Zahlen für das vierte Quartal 2025 sowie den Geschäftsbericht für das Gesamtjahr vorgelegt. Das bereinigte EBITDA sank im Schlussquartal auf 5.587 Millionen Norwegische Kronen – verglichen mit 7.701 Millionen im Vorjahresquartal. Gleichzeitig generierte der norwegische Aluminiumkonzern einen freien Cashflow von 4,6 Milliarden Kronen. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital lag mit 10,2 Prozent leicht über dem Zielwert von 10 Prozent über den Zyklus hinweg.
Für das Gesamtjahr 2025 verbesserte sich das bereinigte EBITDA auf 28,9 Milliarden Kronen, nach 26,3 Milliarden im Jahr 2024. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 3,0 Kronen je Aktie vor – das entspricht 60 Prozent des bereinigten Nettogewinns und summiert sich auf insgesamt 5,9 Milliarden Kronen für die Aktionäre.
Aluminiumproduktion auf Rekordniveau
Die operative Performance im Upstream-Bereich überzeugte. Die Aluminiumoxid-Raffinerie Alunorte produzierte über Nennkapazität, gestützt durch verbesserte Prozessabläufe und hohe Anlagenverfügbarkeit. Die Aluminiumproduktion legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,5 Prozent zu, während die norwegischen Schmelzen ihre zuvor gedrosselte Kapazität weiter hochfahren.
Der Ergebnisrückgang im vierten Quartal resultierte hauptsächlich aus niedrigeren Aluminiumoxid-Preisen und einer stärkeren norwegischen Krone. Der PAX-Index für Aluminiumoxid fiel bis Ende des Quartals auf 306 Dollar je Tonne, von 321 Dollar Ende des dritten Quartals. Chinas überversorgte Aluminiumoxid-Märkte drückten die Preise bis an die Grenzkosten der Produktion.
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Langfristige Stromverträge gesichert
Norsk Hydro unterzeichnete im vierten Quartal zwei langfristige Stromlieferverträge mit Hafslund über insgesamt 5,25 Terawattstunden für den Zeitraum 2031 bis 2040. Die Verträge decken die Preiszone NO3 ab, in der die Schmelzen Sunndal und Høyanger liegen. Mit erneuerbarer Energie produziertes norwegisches Aluminium weist einen CO2-Fußabdruck auf, der etwa 75 Prozent unter dem globalen Durchschnitt liegt.
Zusätzlich investiert der Konzern 1,2 Milliarden Kronen in das Pumpspeicherkraftwerk Illvatn – die größte Investition in Wasserkraft seit über 20 Jahren. Das Projekt wird Teil des Energieportfolios zur Versorgung der norwegischen Aluminiumproduktion.
Restrukturierung läuft planmäßig
Im Extrusionsgeschäft setzt Hydro die im November 2025 angekündigte Konsolidierung in Europa fort. Die Schließung von zwei britischen Werken ist bestätigt und für Ende 2026 geplant. Im vierten Quartal belasteten Wertberichtigungen von 398 Millionen Kronen sowie Rückstellungen für Schließungs- und Entlassungskosten von 1.226 Millionen Kronen das Ergebnis.
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Die im August 2025 angekündigte strategische Reduzierung der Belegschaft im Verwaltungsbereich wurde im vierten Quartal abgeschlossen. Rund 850 Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen oder werden dies bis Mitte 2026 tun. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 401 Millionen Kronen, weitere Belastungen sind für 2026 nicht zu erwarten.
Das bereinigte EBITDA im Segment Extrusions rutschte im Schlussquartal auf minus 62 Millionen Kronen, nach plus 371 Millionen im Vorjahreszeitraum. Schwächere Margen und etwas niedrigere Volumina belasteten, während die steigende US-Midwest-Prämie einen positiven Metalleffekt lieferte.
Die europäische Extrusionsnachfrage verharrte im vierten Quartal auf den historisch niedrigen Niveaus des Vorjahres. In Nordamerika blieb die Nachfrage im Commercial-Transport-Segment aufgrund niedriger Anhängerproduktion sehr schwach. CEO Eivind Kallevik betont die Widerstandsfähigkeit des diversifizierten Portfolios: Starke Aluminiumpreise stützten die Rekordergebnisse im Primäraluminium-Geschäft und glichen schwache nachgelagerte Märkte aus.
Die Nettoverschuldung sank während des vierten Quartals von 13,6 Milliarden auf 9,7 Milliarden Kronen. Der Rückgang resultierte vor allem aus dem EBITDA-Beitrag und der Freisetzung von Betriebskapital, teilweise kompensiert durch Investitionen. Die Investitionsausgaben für 2025 lagen mit 12,1 Milliarden Kronen deutlich unter der ursprünglichen Guidance von 15 Milliarden Kronen.
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