Norwegian Cruise Line bekommt Gesellschaft an Bord – und zwar keine gewöhnliche. Der aktivistische Hedgefonds Elliott Investment Management hat sich nach Informationen des Wall Street Journal mit über 10 Prozent bei der Kreuzfahrtgesellschaft eingekauft und zählt damit zu den größten Anteilseignern. Das Ziel: Veränderungen erzwingen, um die schwache Performance endlich zu drehen.
Die Ausgangslage ist prekär. Während Wettbewerber wie Royal Caribbean und Carnival zulegen konnten, hinkt Norwegian seit Jahren hinterher. Elliott sieht Handlungsbedarf – und bringt offenbar bereits einen potenziellen Kandidaten für den Verwaltungsrat mit: Adam Goldstein, ehemaliger Chief Operating Officer von Royal Caribbean. Ein klares Signal, dass der Hedgefonds nicht nur investiert, sondern mitgestalten will.
Neue Schiffe trotz alter Probleme
Zeitgleich zum Einstieg von Elliott gab Norwegian am gestrigen Montag bekannt, drei weitere Kreuzfahrtschiffe bei der italienischen Fincantieri in Auftrag gegeben zu haben. Die Auslieferungen sind für 2036 und 2037 geplant – je ein Schiff für jede der drei Marken Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises. Damit steigt die Gesamtzahl der Neubauten auf 17 Schiffe bis 2037.
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CEO John W. Chidsey betont, dass die Expansionsstrategie diszipliniert bleibe und die Bilanz nicht unmittelbar belaste. Die Anzahlungen fallen erst bei Lieferung an, die Finanzierung soll größtenteils über Exportkreditagenturen erfolgen. Die geplante Wachstumsrate liegt bei 4 Prozent pro Jahr bis 2037.
Aktivist mit klarem Auftrag
Doch die langfristige Flottenplanung beantwortet nicht die Fragen, die Elliott offenbar umtreiben. Der Hedgefonds ist bekannt dafür, bei seinen Beteiligungen auf operative Verbesserungen und strategische Korrekturen zu drängen. Mit Goldstein hätte man einen Branchenkenner an Bord, der den Erfolg bei Royal Caribbean aus nächster Nähe miterlebt hat.
Der Druck auf das Management dürfte nun deutlich steigen. Norwegian muss zeigen, wie es die Lücke zur Konkurrenz schließen will – und das nicht erst 2037, wenn die letzten bestellten Schiffe ablegen.
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