Novartis schließt ein wichtiges Kapitel seiner Konzerngeschichte ab. Mit dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung in Indien zementiert der Pharmariese seinen Status als Spezialist für innovative Medikamente. Der Umbau zum sogenannten Pure Play ist damit offiziell vollzogen.
Fokus auf Spezialmedikamente
Die Private-Equity-Firma ChrysCapital übernimmt 70,68 Prozent an Novartis India Limited. Damit zieht sich der Basler Konzern operativ aus dem eher generisch geprägten Geschäft vor Ort zurück. Der strategische Schwerpunkt liegt künftig auf dem eigenen Forschungszentrum in Hyderabad.
Trotz des Verkaufs bleibt die Präsenz im Land massiv. Über die Tochter NHPL vertreibt Novartis weiterhin seine innovativen Therapien auf dem Subkontinent. Vikas Gupta übernimmt derweil die Führung der nun unabhängigen indischen Einheit.
Wachstum trotz Gegenwind
Die Zahlen für das zweite Quartal untermauern diesen Kurs. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 14,41 Milliarden US-Dollar. Besonders die Onkologie-Sparte glänzte mit hohen Zuwächsen bei wichtigen Medikamenten.
Kisqali und Pluvicto legten währungsbereinigt jeweils um 43 Prozent zu. Auch das Multiple-Sklerose-Mittel Kesimpta wuchs mit 32 Prozent deutlich. Diese operativen Erfolge fingen den Rückgang beim Reingewinn teilweise ab.
Höhere Steuern und Zinslasten drückten den Quartalsgewinn um 19 Prozent auf 3,26 Milliarden US-Dollar. Das Kern-Ergebnis je Aktie blieb mit 2,41 US-Dollar jedoch stabil. Marktbeobachter werten dies angesichts des schwierigen Umfelds als Signal der operativen Stärke.
Parallel dazu zeigen Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC erste Umschichtungen bei Großanlegern. Während Empowered Funds ihre Position im ersten Quartal ausbauten, reduzierte Arrowstreet Capital seine Beteiligung deutlich. Solche Bewegungen begleiten oft fundamentale Strategiewechsel.
An der Börse wird die Entwicklung positiv quittiert. Die Aktie notiert aktuell bei 137,62 Euro und damit gut neun Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn verbucht das Papier ein Plus von 16,45 Prozent.
Der Blick richtet sich nun auf das zweite Halbjahr 2026. Das Management hält an der Prognose für ein leichtes Umsatzwachstum fest. Weitere Impulse hängen von den Zulassungsentscheidungen für die Wirkstoffe Fabhalta und Scemblix ab.
Novartis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novartis-Analyse vom 31. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Novartis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novartis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novartis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

