Novo Nordisk treibt sein milliardenschweres Rückkaufprogramm weiter voran. Wie der Konzern mitteilte, hat er bis zum 21. August seit Programmstart am 4. Februar bereits 29.929.179 B-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 280,34 dänischen Kronen zurückgekauft. Das entspricht einem Gegenwert von rund 8,39 Milliarden dänischen Kronen.
Zum Vergleich: Eine Woche zuvor, am 14. August, lag der bis dahin investierte Betrag noch bei 8,08 Milliarden Kronen bei 28.884.179 zurückgekauften Aktien.
Das Tempo des Rückkaufs bleibt damit konstant hoch. Insgesamt zielt das Programm auf ein Volumen von 15 Milliarden Kronen über einen Zeitraum von zwölf Monaten bis zum 4. Februar 2027. Mit den bislang erreichten gut 8,39 Milliarden Kronen hat Novo Nordisk demnach mehr als die Hälfte der Zielsumme bereits umgesetzt, obwohl das Programm noch gut fünf Monate läuft.
Rückkaufe als Signal in schwierigem Marktumfeld
Für Anleger ist ein derart konsequent fortgeführtes Rückkaufprogramm ein Zeichen dafür, dass das Management den eigenen Aktien trotz des schwierigen Kursverlaufs der vergangenen Monate Wert beimisst. Die Aktie notierte am Montag bei 40,25 Euro und liegt damit rund 27 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 54,86 Euro, das Ende Januar erreicht wurde. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 8,6 Prozent zu Buche.
Der fortlaufende Rückkauf fällt in eine Phase, in der Novo Nordisk parallel mit rechtlichen und wissenschaftlichen Rückschlägen zu kämpfen hat. Erst kürzlich hatte ein niederländisches Gericht dem Konzern recht gegeben und einem Anbieter von nachgeahmtem Semaglutid-Nasenspray die weitere Vermarktung untersagt.
Zudem war Ende Juli bekannt geworden, dass die Phase-3-Studie ZEUS zu ziltivekimab ihren primären Endpunkt verfehlt hatte – das Mittel reduzierte zwar nachweislich den IL-6-Signalweg, senkte aber das Risiko schwerer kardiovaskulärer Ereignisse nicht signifikant gegenüber Placebo.
Kapitalrückführung trotz belasteter Bilanz
Bemerkenswert ist, dass Novo Nordisk das Rückkaufprogramm unbeirrt fortsetzt, obwohl im zweiten Quartal ein außerordentlicher, nicht zahlungswirksamer Wertminderungsaufwand von 6,3 Milliarden Kronen auf Pipeline-Vermögenswerte anfiel, darunter 4,0 Milliarden Kronen allein für den Wirkstoff monlunabant.
Die Kombination aus hohen Sonderabschreibungen und gleichzeitig fortgeführten Aktienrückkäufen unterstreicht, wie stark der Konzern auf sein GLP-1-Kerngeschäft als Kapitalquelle setzt.
Aus charttechnischer Sicht bewegt sich die Aktie derzeit nur knapp über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 40,22 Euro, was auf eine fragile Stabilisierung nach dem monatelangen Abwärtstrend hindeutet. Für die kommenden Wochen dürfte der Blick der Anleger auf die weitere Fortschrittsmeldung zum Rückkaufprogramm sowie auf die für den 4. November angesetzte Bekanntgabe der Zahlen für die ersten drei Quartale 2026 gerichtet sein.
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