Novo Nordisk Aktie: CagriSema-Entscheidung im Q4 2026

Novo Nordisk setzt nach Kursverlusten auf die Wegovy-Tablette und das Pipeline-Projekt CagriSema für eine Trendwende.

Novo Nordisk Aktie
Kurz & knapp:
  • Wegovy-Tablette bereits bei über einer Million Patienten
  • CagriSema zur Zulassung in den USA eingereicht
  • Umsatzrückgang fällt milder aus als erwartet
  • Aktienrückkaufprogramm von bis zu 15 Milliarden Kronen

Novo Nordisk hat seinen Nimbus als sichere Wachstumsstory verloren. Nach zwei schwachen Jahren ging mehr als 60 Prozent Börsenwert verloren. Jetzt kommt Bewegung zurück in die Aktie. Der Grund liegt weniger in den aktuellen Zahlen als in der Frage, ob die Pipeline den Konzern neu antreiben kann.

Bei 40,02 Euro notiert die Aktie nur leicht unter dem Vortag. Auf Sicht von 30 Tagen steht aber ein Plus von 19,57 Prozent, seit Jahresanfang bleibt ein Minus von 10,42 Prozent.

Wegovy-Tablette verändert die Lage

Das Quartalsupdate im Mai fiel besser aus als viele erwartet hatten. Die Zahlen waren schwach, aber nicht so schwach wie befürchtet. Der bereinigte Umsatz sank um 10 Prozent auf 70,1 Milliarden dänische Kronen. Der bereinigte Gewinn je Aktie gab um 3 Prozent nach.

Wichtiger war die operative Botschaft. Konzernchef Mike Doustdar sieht bei Wegovy eine Wende. Die Tablette werde stark angenommen und sei seit dem Start zu Jahresbeginn bereits bei mehr als einer Million Patienten im Einsatz.

In den USA kommt Wegovy laut Management auf 65 Prozent aller neuen Verschreibungen. Das ist für Novo Nordisk zentral, weil der GLP-1-Markt zuletzt stärker von Eli Lilly geprägt wurde. Die Dänen halten bei wöchentlich injizierten GLP-1-Produkten weiter einen Marktanteil von rund 55 Prozent.

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Der Konzern hob auch den Ausblick leicht an. Für 2026 erwartet Novo Nordisk nun währungsbereinigt einen Rückgang bei Umsatz und operativem Gewinn von 4 bis 12 Prozent. Das bleibt ein Minus. Es ist aber weniger hart als zuvor befürchtet.

CagriSema wird zum Schlüsselprojekt

Im Zentrum der Pipeline steht CagriSema. Der Wirkstoff kombiniert einen GLP-1-Rezeptoragonisten mit einem Amylin-Analogon. Bei einer Zulassung wäre das ein neues Profil im Markt für Adipositas-Medikamente.

Die Studiendaten zeigen Potenzial. In REDEFINE 1 erreichte CagriSema nach 68 Wochen einen mittleren Gewichtsverlust von 22,7 Prozent. Semaglutid allein kam in derselben Studie auf 16,1 Prozent. Cagrilintid allein lag klar darunter.

Ganz frei von Risiken ist die Geschichte nicht. Frühere Daten hatten enttäuscht, weil CagriSema nicht an die Gewichtsreduktion von Eli Lillys Zepbound herankam. Genau dieser Vergleich entscheidet über die kommerzielle Wahrnehmung.

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Novo Nordisk hat CagriSema in den USA zur Zulassung eingereicht. Eine Entscheidung erwartet der Konzern im vierten Quartal 2026. Parallel läuft mit REDEFINE 3 eine große Herz-Kreislauf-Studie mit 7.000 Teilnehmern.

Bewertung bleibt der zweite Hebel

Neben CagriSema arbeitet Novo Nordisk an weiteren Kandidaten. Dazu zählen Amycretin und UBT251, die mehrere Darmhormone nachahmen sollen. Im Quartal meldete der Konzern sechs regulatorische Zulassungen und mehr als zehn neue Studienstarts.

Die Investitionen bleiben hoch. Für Forschung, Entwicklung und Vermarktung gab Novo Nordisk im Auftaktquartal 22,4 Milliarden dänische Kronen aus. Für 2026 läuft zudem ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 15 Milliarden dänischen Kronen.

An der Börse spiegelt die Bewertung bereits viel Skepsis. Die Aktie handelt mit dem 13,6-Fachen des erwarteten Gewinns. Gesundheitswerte kommen im Schnitt auf etwa das 16,8-Fache.

Der Markt für Adipositas-Medikamente bleibt riesig. Weltweit leben mehr als 900 Millionen Menschen mit Fettleibigkeit, bisher erhalten nur etwa 1 Prozent markengeschützte Medikamente. Für Novo Nordisk liegt der nächste konkrete Prüfstein bei CagriSema: Die US-Entscheidung im vierten Quartal kann zeigen, wie belastbar die jüngste Erholung wirklich ist.

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Über Dieter Jaworski 4028 Artikel

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Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

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Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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