Die Skepsis am Markt gegenüber Novo Nordisk reißt nicht ab. Am Mittwoch hat Deutsche Bank Research das Kursziel für den dänischen Pharmakonzern von 245 auf 225 dänische Kronen (DKK) gesenkt und die Einstufung auf „Sell“ belassen.

Ausschlaggebend für diesen Schritt waren Medienberichten zufolge leicht negative Erkenntnisse und Signale von der diesjährigen EASD-Diabeteskonferenz. Die Analysten sehen damit weiteren Abwärtsdruck auf die Bewertung des Unternehmens.

An der Börse notierte das Papier am Freitag zum Handelsschluss bei 34,40 Euro, was einem leichten Tagesplus von 1,3 Prozent entsprach. Auf Jahressicht spiegelt sich die anhaltende Zurückhaltung der Investoren deutlicher wider: Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf 22 Prozent.

Milliardenrückkäufe stützen das Papier

Als Gegenpol zu den gedämpften Markterwartungen setzt Novo Nordisk sein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm fort. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, erwarb der Konzern zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober insgesamt 1.225.000 eigene B-Aktien zu einem Gesamtwert von 307,4 Millionen DKK.

Damit summiert sich das Volumen seit dem Start der Maßnahme am 4. Februar auf kumuliert 36.604.179 B-Aktien im Gesamtwert von rund 10,25 Milliarden DKK. Das Programm ist insgesamt auf bis zu 15 Milliarden DKK ausgelegt. Der Konzern schöpft diesen Rahmen schrittweise aus, um Kapital an die Anteilseigner zurückzuführen und den Markt in einer volatilen Phase abzufedern.

Regulatorische Verzögerung belastet Pipeline

Zusätzliche Unsicherheit brachte die behördliche Überprüfung von Denecimig, einem Medikamentenkandidaten gegen Hämophilie A. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte die Prüfung des Präparats verlängert, da Anpassungen und Mängelbeseitigungen an einer Produktionsstätte noch nicht abgeschlossen sind. Einen neuen Zeitplan für die Entscheidung nannte die Behörde nicht.

Klinische Mängel bezüglich der Wirksamkeit oder Sicherheit wurden von der FDA jedoch nicht festgestellt. Das Management von Novo Nordisk betonte zudem, dass die Verzögerung den finanziellen Ausblick des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2026 nicht beeinträchtigt. Dennoch zeigt die Zurückhaltung der Analysten, dass der Markt operative Entwicklungen und neue Daten aus dem Diabetes-Segment derzeit streng bewertet.