Novo Nordisk hat heute gleich auf mehreren Entwicklungsfronten positive Signale gesendet – und die Aktie reagierte mit einem Plus von 1,15 Prozent auf 238,00 dänische Kronen an der Heimatbörse in Kopenhagen. Treiber ist vor allem ein neuer Wirkstoffkandidat, der das bisherige Portfolio des Konzerns deutlich überflügeln könnte.
Triple-Agonist zeigt Stärke gegenüber Semaglutid
Im Mittelpunkt steht UBT251, ein gemeinsam mit dem chinesischen Pharmaunternehmen United Bio-Technology entwickelter Wirkstoff, der gleichzeitig auf drei Hormonrezeptoren abzielt: GLP-1, GIP und Glukagon. In einer 24-wöchigen Phase-2-Studie an chinesischen Typ-2-Diabetikern reduzierte UBT251 das Körpergewicht im Schnitt um bis zu 9,8 Prozent – verglichen mit lediglich 4,8 Prozent in der Semaglutid-Gruppe, also dem Wirkstoff hinter den Blockbustern Wegovy und Ozempic. Beim Blutzucker erzielte UBT251 eine mittlere Senkung von bis zu 2,16 Prozent gegenüber 1,77 Prozent bei Semaglutid.
Novo Nordisk hatte sich die weltweiten Entwicklungsrechte – außerhalb Chinas – bereits im März 2025 für bis zu 2 Milliarden Dollar gesichert. Eine globale Phase-2-Studie bei Übergewichtigen läuft bereits, Ergebnisse werden 2027 erwartet. Eine weitere Phase-2-Studie für Typ-2-Diabetiker soll noch in der zweiten Hälfte 2026 starten.
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Pille statt Spritze: Zulassung noch in diesem Jahr angepeilt
Parallel läuft die Offensive auf oraler Front. Die OASIS-1-Studie zeigte, dass eine tägliche 50-mg-Tablette auf Semaglutid-Basis nach 68 Wochen zu einem mittleren Gewichtsverlust von 17,4 Prozent führt – gegenüber 1,8 Prozent in der Placebogruppe. Selbst unter Einrechnung der Studienabbrecher lag der Effekt noch bei 15,1 Prozent. Novo Nordisk plant, noch in diesem Jahr die Zulassung für diese orale Alternative in den USA und der EU zu beantragen.
Daneben hat das Unternehmen gemeinsam mit Lexicon Pharmaceuticals den Start einer Phase-1-Studie für den oralen Wirkstoff LX9851 bekanntgegeben. Die 96 Probanden umfassende Studie untersucht Sicherheit und pharmakokinetische Eigenschaften – Lexicon kassierte dafür bereits eine Meilensteinzahlung von 10 Millionen Dollar. Das Gesamtpotenzial der Vereinbarung beläuft sich auf bis zu 1 Milliarde Dollar.
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Schatten von Jefferies und Oslo
Nicht alle Stimmen sind wohlwollend. Jefferies senkte das Kursziel leicht von 275 auf 270 dänische Kronen und begründete dies mit schwächeren Absatzerwartungen für injizierbare GLP-1-Präparate in den USA, wo sich Verschreibungstrends erkennbar verschieben. Die Einstufung bleibt bei „Hold“.
Für etwas Unruhe sorgt zudem die Norges Bank Investment Management, die den rund 2 Billionen Dollar schweren norwegischen Staatsfonds verwaltet. Sie kündigte an, sich bei der kommenden Hauptversammlung bei der Wiederwahl von Aufsichtsratschef Lars Rebien Sorensen zu enthalten. Der Grund: Sorensen leitet gleichzeitig die Novo Nordisk Foundation, was aus Sicht der norwegischen Investoren potenzielle Interessenkonflikte begründet. Mit einem Anteil von rund 1,60 Prozent ist Norwegen kein Kleinstaktionär – der Druck auf eine klarere Governance-Struktur dürfte beim Management ankommen.
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