Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk legte gestern einen Kurssprung von rund 6 Prozent hin. Nach wochenlanger Talfahrt sorgte ausgerechnet ein Rückzieher der Konkurrenz für Aufwind. Das US-Unternehmen Hims & Hers Health zog seine günstige Nachahmer-Variante der Abnehmmedikamente zurück – und verschafft Novo Nordisk damit eine wichtige Atempause im zunehmend umkämpften Markt für Adipositas-Behandlungen.
Konkurrent knickt ein
Hims & Hers hatte angekündigt, eine preiswertere Alternative auf Basis desselben Wirkstoffs wie Novos Kassenschlager Wegovy anzubieten. Noch vor einer Woche hatte diese Ankündigung die Novo-Aktie unter Druck gesetzt. Doch jetzt die Kehrtwende: Nach juristischen Drohungen und Warnungen der US-Gesundheitsbehörde FDA ruderte das Unternehmen zurück. Novo Nordisk hatte Patentklage eingereicht – der Wirkstoff Semaglutid ist bis mindestens 2031 geschützt. Hims & Hers wollte zwar argumentieren, seine Variante individuell anzupassen, zog das Produkt letztlich aber komplett vom Markt.
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Für die Hims & Hers-Aktie ein Desaster: Vorbörslich brach der Kurs um fast 24 Prozent ein. Das Vertrauen der Anleger in die Wachstumsstrategie des Unternehmens ist vorerst dahin.
Zeitgewinn, aber kein Durchbruch
Die Analysten der Citi bleiben trotz des juristischen Erfolgs vorsichtig. Ihre Bewertung bleibt auf „Neutral“, denn die Atempause löst nicht die grundlegenden Probleme. Der Konzern kämpft weiterhin mit Gegenwind bei Umsatz und Preisen. Die schwache Prognose für 2026 und der zunehmende Wettbewerb im Markt für Abnehmmedikamente belasten die Aussichten. Auch wenn Hims & Hers nun ausgeschaltet ist – andere Konkurrenten drängen nach.
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Zusätzlicher Ärger droht von der FDA. Der Konzern erhielt ein Schreiben der Behörde zu einem Werbespot für die Wegovy-Pille. Details nannte Novo Nordisk nicht, aber solche „Untitled Letters“ signalisieren Verstöße, die korrigiert werden müssen. Zwar handelt es sich nicht um die schärfste Form der Rüge, doch das Timing ist ungünstig.
Heute notiert die Novo Nordisk-Aktie an der Börse Kopenhagen mit deutlichem Plus. Die Frage bleibt: Reicht der Zeitgewinn, um die Pipeline zu stärken und die Marktposition gegen neue Konkurrenz zu verteidigen?
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