Novo Nordisk steht vor der wohl wichtigsten Woche des Jahres. Am Mittwochmorgen legt der dänische Pharmakonzern seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor — der erste vollständige Quartalsbericht seit dem CagriSema-Rückschlag im Februar.
Was Analysten erwarten
Die Prognosen sind düster. Analysten rechnen mit einem Umsatzrückgang von rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll auf etwa 0,88 Dollar fallen — ein Minus von rund 16 Prozent. Pessimistische Marktbeobachter sprechen bereits von einer Wertfalle.
Der Optionsmarkt preist eine Kursbewegung von knapp sieben Prozent in beide Richtungen ein. Das ist ein breites Band — und ein klares Signal, wie unsicher die Lage ist.
Drei offene Fragen
Auf der Analystenkonferenz am Mittwochnachmittag wird das Management drei Kernthemen beantworten müssen.
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Erstens: Wie hält Novo an seiner eigenen Jahresprognose fest? Das Unternehmen erwartet für 2026 ein bereinigtes Umsatzminus von fünf bis 13 Prozent — und diese Guidance stammt noch aus der Zeit vor dem REDEFINE-4-Ergebnis.
Zweitens: Wie entwickelt sich Wegovy als Pille? Rund 50.000 Verschreibungen pro Woche liefen Ende Januar. Das orale Format gilt als wichtigster Hebel gegen den Marktanteilsverlust an Eli Lilly.
Drittens: Wie steht es um die Produktionskapazitäten? Novo hat Wegovy HD für den US-Markt im April angekündigt und plant Investitionen von rund 55 Milliarden dänischen Kronen für das laufende Jahr.
Druck von mehreren Seiten
Kurz vor den Zahlen hat Health Canada einem Biosimilar von Dr. Reddy’s Laboratories zugelassen — eine direkte Konkurrenz zu Ozempic auf dem kanadischen Markt. Das erhöht den Preisdruck auf das Kernprodukt weiter.
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Die Wall Street reagiert entsprechend. Citi hat die Aktie herabgestuft, Bernstein startete mit „Underperform“. Goldman Sachs, TD Cowen und Deutsche Bank haben ihre Kursziele gesenkt. Bernstein warnt, der Zyklus der Gewinnrevisionen sei noch nicht abgeschlossen.
Die Aktie notiert rund 20 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau und hat sich vom 52-Wochen-Hoch bei 70,13 Euro fast halbiert. Mit einem RSI von 23 ist das Papier technisch tief im überverkauften Bereich — was aber allein noch keine Trendwende signalisiert.
OpenAI-Partnerschaft als Pluspunkt
Ein konstruktiver Aspekt: Mitte April hat Novo Nordisk eine Kooperation mit OpenAI vereinbart. Ziel ist es, KI für die Wirkstoffforschung, Produktion und Lieferkette zu nutzen. Bis Ende 2026 soll die Integration abgeschlossen sein. Finanzielle Details nannte das Unternehmen nicht.
Die Partnerschaft hat der Aktie bislang wenig geholfen. Das liegt daran, dass der Markt kurzfristige Antworten sucht — und die kommen am Mittwoch um 7:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
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